Bad Malente-Gremsmühlen : Platanen: Ball liegt bei Gemeinde

Kreis erneuert alten Vorschlag: Bäume können abgeholzt werden, wenn Gemeinde sich vertraglich zu Neuanpflanzungen verpflichtet.

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11. Februar 2011, 11:22 Uhr

Die Bismarckstraße ohne die verhassten Platanen: Dieser Wunschtraum zahlreicher Anlieger könnte unter bestimmten Bedingungen Wirklichkeit werden. Das geht aus einem Schreiben der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Ostholstein an die Gemeinde Malente hervor. Darin hatte die Gemeindeverwaltung auf Beschluss des Planungsausschusses den Antrag gestellt, die Bäume abzuholzen.

Diesem Vorhaben könnte die UNB zustimmen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Demnach müsste sich die Gemeinde Malente zu einer Neuanlage der Allee mit dafür besser geeigneten Bäumen verpflichten. Außerdem müsste sie bereit sein, gegebenenfalls Schutzmaßnahmen für Ver- und Entsorgungsleitungen zu treffen, die durch die Neupflanzungen beschädigt werden könnten. Eine solche Verpflichtung könnte die Gemeinde in Form eines öffentlich-rechtlichen Vertrages eingehen.

Der Vorschlag scheint allerdings nicht neu zu sein. Der Kreis habe diese Lösung bereits in einem Schreiben vom 12. Oktober 2009 vorgeschlagen, heißt es in dem nun vorliegenden Schreiben vom 4. Januar 2011. Damals hatte die UNB die erforderliche naturschutzrechtliche Befreiung für eine Fällung der Allee "ausdrücklich nicht in Aussicht gestellt", da die Platanenallee als gesetzlich geschütztes Biotop besonderen Schutzvorschriften unterliege.

Allerdings habe man bereits "im Sinne einer einvernehmlichen Lösung" den Weg einer vertraglichen Vereinbarung zur Neupflanzung anderer Bäume vorgeschlagen, so die UNB. Ob dieser Weg beschritten werden soll, darüber wird am Dienstag, 15. Februar, ab 17 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses der Planungsausschuss beraten.

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