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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 18:41 Uhr

Planungssicherheit für die KVHS

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dreijähriger Fördervertrag für die „Mutter der Volkshochschulen im Kreis“ gestern von Stephanie Ladwig und Monika Vogt unterzeichnet

In Plön haben Landrätin Stephanie Ladwig und Monika Vogt, die Vorsitzende der Kreisvolkshochschule (KVHS) gestern einen Fördervertrag über einen Kreiszuschuss in Höhe von jährlich 100 000 Euro für die nächsten drei Jahre unterzeichnet. Das sind nicht nur 3000 Euro mehr als bisher, vor allem bekommt die KVHS damit bis 2017 Planungssicherheit.

Die KVSH, 1968 als Verein gegründet und hauptamtlich geführt, ist auf der einen Seite eine Art Dachverband für die meist ehrenamtlichen Volkshochschulen im Kreis, andererseits aber auch deren „Dienstleister“ – zum Beispiel bei Verwaltungsaufgaben. „Die Volkshochschulen im Kreis sind die effektivsten Bildungsträger überhaupt“, so Landrätin Stephanie Ladwig. Sie seien die Trumpfkarte im Bildungssystem.

Wer zur Volkshochschule – oder zur KVSH – geht, macht das freiwillig, weil er lernen will, quasi ein freiwilliges Lernen hoch motivierter Kunden. Damit sei das Geld gut angelegt. Ergänzend zu den Angeboten der VHS vor Ort, setzt die KVSH auch auf eigene Projekte wie „Sprint“. Das vom und für den Kreis übernommene Programm will Kinder im Vorschulalter in den Kindergärten fördern, bei denen es sprachliche Defizite gibt. Das trifft deutsche Kinder ebenso wie die Kinder mit Migrationshintergrund.

Ergänzend dazu bietet die KVHS seit Jahren „sehr erfolgreich“ einen Hauptschulkursus an für jene, die keinen Hauptschulabschluss haben. „Zehn Teilnehmer treffen sich dafür ein Jahr lang an drei Abenden in der Woche“, sagte Monika Vogt. Für die KVHS ist dies ein Zusatzgeschäft aber ein notwendiges Bildungsinstrument. Denn mit dem „Ersten Allgemeinen Schulabschluss“ haben viele überhaupt erst die Möglichkeit auf einen Lehrberuf und eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Noch relativ neu und mit Bundesmitteln gefördert ist das Programm „Kultur macht stark“, bei dem Freizeiten für Kinder angeboten werden. Seit vier Jahren unterstützt die KVHS auch Sprach- und Integrationskurse für Ausländer. Eine Aufgabe, die in Anbetracht der Flüchtlingszahlen immer wichtiger wird. Konkret hilft die KVSH dabei zum Beispiel den so genannten „Sprachpaten“ vor Ort, die als Ehrenamtler den Unterricht erteilen. Da ist die KVHS der Ansprechpartner im Hintergrund für Probleme, Fragen der Verwaltung und Schulung der Lehrer.

„Und wir stellen fest, dass immer mehr bereit sind, zu helfen, sich zu engagieren, dabei dürfen wir sie aber nicht allein lassen“. Denn – leider – sind auch die Verwaltungsaufgaben gewachsen. Derzeit gibt es neben der KVSH elf Volkshochschulen im Kreis und die Freizeit- und Bildungsstätte Koppelsberg.



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erstellt am 16.Okt.2014 | 12:49 Uhr

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