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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 02:24 Uhr

Bosau : Planung der Windräder gestoppt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Landesplanungsbehörde erteilt keine Ausnahmegenehmigung für den Bau von Windkraftanlagen am Hassendorfer Dreieck.

Für den beantragten Bau von fünf Windkrafträdern am Hassendorfer Dreieck ist ein unbefristeter Planungsstopp verhängt worden. Die Landesplanungsbehörde lässt derzeit keine Ausnahmen zu. Jetzt muss ein neuer Entwurf des Regionalplans abgewartet werden.

Die Firmen Denker & Wulf AG und Gamesa Energie GmbH hatten dort die Errichtung und den Betrieb der fünf Windkraftanlagen beantragt. Doch mit der Änderung des Landesplanungsgesetzes vom 22. Mai dieses Jahres wurde die Errichtung dieser fünf Windmühlen bis zum 5. Juni 2017 für unzulässig erklärt.

Die gesetzlich mögliche Ausnahme wird von der Landesplanung jedoch nicht zugelassen, teilte ein Sprecher des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) in Flintbek mit. Das „raumbedeutsame Vorhaben“ mit der Ausweisung einer Konzentrationszone für Windkraftanlagen sei ganz überwiegend nicht mit dem Charakter und der Zielsetzung der Naturparke vertretbar, heißt es von Landesplanungsamt.

Bürgermeister Mario Schmidt bedauert im OHA-Gespräch die Entscheidung, „weil die Planung relativ lange vorangetrieben wurde: die Entscheidung trägt nun erst einmal zur Beruhigung der Gemüter in der Gemeinde Bosau bei“. Und am Ende, so Schmidt weiter, könnte es so sein, dass Windkraftanlagen in Naturparks komplett verboten würden. Er geht davon aus, dass die Gemeinde die Planungen für Windkraft neu aufnehmen muss. Das Land wolle das in spätestens zwei Jahren geklärt haben. Mario Schmidt: „Das Ziel wird das Land nur schwer halten können.“

Bei der zufriedenen Cornelia Frerichs von der Bürgerinitiative „Gegenwind“ knallten gestern in Thürk die Sektkorken: „Wir haben mit vielen Menschen gesprochen und an vielen Schrauben gedreht.“ Dass keine Ausnahme greife, sei ein Teilerfolg der Initiative. Für Frerichs haben Windkraftanlagen in Naturparks auch nichts verloren. „Wir dürfen jetzt allerdings nicht die Hände in den Schoß legen.“  

 

 

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erstellt am 21.Okt.2015 | 04:00 Uhr

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