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Vertrag unterzeichnet: : Pflegestützpunkt startet am 1. April

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lange wurde über den Pflegestützpunkt in Eutin diskutiert, am Dienstag wurde seine Einrichtung endgültig besiegelt

Lange wurde über den Pflegestützpunkt in Eutin diskutiert, gestern konnte seine Einrichtung endgültig besiegelt werden. Landrat Reinhard Sager und das Pflegenetz im östlichen Holstein (PNÖH) unterzeichneten im Kreishaus den Vertrag, der die Grundlage für den gemeinsamen Betrieb des Stützpunktes in Ostholstein bildet. Zuvor hatte der Kreis mit den Kranken- und Pflegekassen die vertraglichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass künftig auch in Ostholstein eine trägerunabhängige Pflegeberatung stattfinden kann.

Ziel ist es, dass der Pflegestützpunkt in Eutin sowie seine Nebenstellen in Bad Schwartau und Oldenburg zum 1. April starten kann. „Wir haben uns intensiv darum gekümmert, eine andere Art der Pflegeberatung zu bekommen. Mit gleich drei Anlaufstellen ermöglichen wir es den Bürgern, die Stützpunkte besser zu erreichen. Wir haben hier ein echtes eigenes und dezentrales Ostholstein-Modell entwickelt“, freute sich Sager. In der neuen Einrichtung sollen die Beratungsangebote über alle in Betracht kommenden pflegerischen und medizinischen Leistungen kostenfrei und wettbewerbsneutral gebündelt werden.

Durch Koordinierung der regionalen Gesundheitsversorgung will der Pflegestützpunkt Betroffenen dabei helfen, möglichst lange im eigenen Zuhause verbleiben zu können. „Wir wissen, dass wir einen ganz langen Weg hinter uns haben und sind dem Landkreis für seine Unterstützung dankbar“, erklärte die PNÖH-Vorsitzende Eija Ellen Jürs. In ihrem Verein haben sich ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen zusammengeschlossen, um die Zusammenarbeit der regionale Akteure im Gesundheitswesen zu verbessern. Seit zwei Jahren finanziert das Pflegenetz eine trägerübergreifende Beratungsstelle in der Sana-Klinik aus eigenen Mitteln, verfügt also schon über Erfahrungen auf diesem Gebiet. „Wir haben mit dem Pflegenetz einen kompetenten Durchführungsträger gefunden“, ist sich Sager sicher.

Seinen Hauptsitz wird der neue Pflegestützpunkt im Telekom-Gebäude in der Janusstraße haben, wo täglich Beratungsstunden stattfinden sollen. Die Nebenstellen in Oldenburg und Bad Schwartau werden in den Rathäusern der Städte untergebracht. Mit dem Vertrag wird der Beschluss des Kreistages zur Errichtung eines Pflegestützpunktes aus dem Dezember 2013 umgesetzt. Die Finanzierung des Pflegestützpunktes wird zu je einem Drittel durch das Land Schleswig-Holstein, den gesetzlichen Pflegekassen und dem Kreis Ostholstein stattfinden. Hans-Peter Birkner, Fachbereichsleiter für Soziales, rechnet mit jährlichen Kosten in Höhe von 185 000 Euro. Er geht davon aus, dass die Zusammenarbeit über mehrere Jahre anlegt ist. Für den Pflegestützpunkt sind 2,5 Mitarbeiterstellen vorgesehen, davon 1,5 in Eutin sowie je 0,5 in Oldenburg und Bad Schwartau.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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