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Kreis Ostholstein : Pflege-Beratung offiziell gestartet

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Arbeit des Pflegestützpunktes Ostholstein mit drei Beratungsstellen läuft seit Anfang April. Jetzt war die formelle Einweihung

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erstellt am 26.Mai.2014 | 16:04 Uhr

„In Ostholstein schlägt der demografische Wandel besonders zu“, sagte Landrat Reinhard Sager und nannte folgende Zahlen: Mit einem Anteil von 10,8 Prozent an über 75-Jährigen in der Bevölkerung liege der Kreis landesweit an der Spitze. Und mit 18 Prozent Einwohnern unter 21 Jahren bilde er das Schlusslicht.

Anlass für diesen Ausblick war gestern im Ostholsteinsaal des Kreishauses die offizielle Einweihung des Pflegestützpunktes Ostholstein. Der Einladung des Kreises und des Vereines Pflegenetz im östlichen Holstein (PNÖH) waren über 100 Gäste aus Verwaltung, Politik sowie von verschiedenen Organisationen gefolgt.

Die kostenfreien Beratungen in Eutin, Bad Schwartau und Oldenburg finden bereits seit Anfang April statt. Vorrangiges Ziel ist es, Betroffenen wie Angehörigen verschiedene Möglichkeit aufzuzeigen, wie sie im häuslichen Umfeld bleiben können.

Die Menschen wollten so lange wie möglich im gewohnten Umfeld bleiben, stellte die Landessozialministerin Kristin Alheit fest, und mit der Beratungsarbeit werden ein Beitrag dazu geleistet. Die Einrichtung von drei Beratungsstellen in Ostholstein sei wegen der geschaffenen Ortsnähe vorbildlich.

Ostholstein habe nicht nur überdurchschnittlich viele alte Einwohner, sondern auch viele ambulante Plätze in insgesamt 53 Pflegeeinrichtungen, erklärte der Landrat weiter. Er sei sicher, dass die Arbeit dfes Pflegestützpunktes den Grad an ambulant Versorgten erhöhen werde, wenn dies auch nur in kleinen Schritten erfolgen werde.

Heike Steinbach-Thormählen, Koordinatorin des Pflegestützpunktes Ostholstein, berichtete über die ersten 55 Tage der Beratung: Das Angebot werde gut angenommen, bisher seien schon über 300 Anliegen bearbeiten worden. Der Pflegestützpunkt vernetze sich zudem intensiv mit den Netzwerkpartnern in der Region, damit den Ratsuchenden ein individuelles und umfassendes Unterstützungsangebot gegeben werden könne.

PNÖH-Vorsitzende Eija Ellen Jürs stellte das Beratungsteam und die Historie des PNöH vor, Dr. Thomas Schang, ärztlicher Geschäftsführer des Gesundheitsnetzes östliches Holstein Management GmbH, die sektorenübergreifende Zusammenarbeit in der Region. Der Pflegestützpunkt wird zu je einem Drittel vom Land, von den gesetzlichen Pflegekassen und vom Kreis finanziert, die Städte Eutin, Bad Schwartau und Oldenburg beteiligen sich am Kreisanteil.



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