Lübeck : Pflanzengift im Essen – Prozess gegen Ehefrau beginnt

Eine 57-jährige Ostholsteinerin muss sich ab Mittwoch wegen versuchten Mordes verantworten.

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20. Dezember 2017, 08:01 Uhr

Lübeck | Eine 50-jährige Frau aus Dahme im Kreis Ostholstein steht von Mittwoch an wegen versuchten Giftmordes in Lübeck vor Gericht. Laut Anklage soll die Floristin ihrem 57-jährigen Mann im Sommer 2015 ein hochwirksames Pflanzengift ins Essen gemischt zu haben, um ihn zu töten. Nach Angaben  der Staatsanwaltschaft hat die Frau die Tat gestanden, eine Tötungsabsicht bestreitet sie jedoch.

Tatsächlich wurde der 57-Jährige wenige Stunden nach der Mahlzeit schwer krank, litt unter Brechdurchfall, Sehstörungen und Herzrasen. Es soll vorübergehend Lebensgefahr bestanden haben, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Doch der Ehemann überlebte den Giftanschlag und schöpfte Verdacht.

Er ließ Urin- und Blutproben sichern, in denen tatsächlich Gift nachgewiesen wurde. Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Eheprobleme an. Die Ermittlungen ergaben, dass die Angeklagte sich in einen anderen Mann verliebt hatte.

Für den Prozess hat die Schwurgerichtskammer des Landgerichts bislang zehn Zeugen und eine Sachverständige geladen. Ein Urteil wird Ende Februar erwartet.

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