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Peterstraße wird teurer – eine Kröte mehr, die geschluckt werden muss?

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Sanierung der Peterstraße wird deutlich teurer als erwartet. Heute Abend entscheidet der Bauausschuss im nicht-öffentlichen Teil, ob er den Auftrag an das einzige nach der Prüfung verbliebene Unternehmen vergeben will. Doch von einer echten Wahl kann nicht die Rede sein: Denn unabhängig von der erheblichen Kostensteigerung dürfte die Stadtvertreter der Gedanke an die Bürgerinitiative treiben, die die große Sanierung in der Peterstraße stoppen will. Ihr Begehren wäre aus Sicht der Kommunalaufsicht unzulässig, wenn der Auftrag erteilt würde.

Im August 2015 sollte das Projekt rund 667  000 Euro (plus Mehrwertsteuer) kosten, in der Kostenübersicht, die dem Ausschuss für Stadtentwicklung vor zwei Monaten vorgelegt wurde, stehen 1,116 Millionen Euro als geplante Gesamtsumme. Im nun zur Debatte stehenden Angebot soll allein der städtische Anteil noch einmal gut 300  000 Euro teurer sein. Insgesamt ist von rund drei Millionen Euro inklusive Stadtwerke- und Stadtentwässerungskosten die Rede.

Das Dilemma: Die Sanierung muss weitergehen, das ist nicht nur politischer Wille. Das Angebot könnte vom Ausschuss abgelehnt, eine neue Ausschreibung beauftragt werden. Aber eine Garantie für billigere Angebote gibt es nicht. Die Unternehmen müssen derzeit offensichtlich nicht auf eine Stadt warten, die erst zehn Wochen vor dem geplanten Baubeginn mit der Ausschreibung rausrückt. Vielleicht sind die Mehrkosten auch der Preis, den Eutin für seine Geschäftstreibenden zu zahlen bereit sein muss, um die Baufelder klein zu halten, die Erreichbarkeit jederzeit zu gewährleisten. Am Ende wird sich eine Mehrheit finden, die bereit ist, die Kröte zu schlucken – mangels Alternativen oder dem gern genannten Zeitdruck. Von den Fördermitteln mal ganz abgesehen.

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erstellt am 05.Apr.2017 | 00:00 Uhr

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