Malente : Peter Blenski neuer CDU-Chef

Gratulierten Peter Blenski (2. von links) zur Wahl: (von links) Kreistagsabgeordneter Manfred Wollschläger, der die Wahlen leitete, Herlich Marie Todsen-Reese und Jürgen Gutzmann. Foto: Schröder
Gratulierten Peter Blenski (2. von links) zur Wahl: (von links) Kreistagsabgeordneter Manfred Wollschläger, der die Wahlen leitete, Herlich Marie Todsen-Reese und Jürgen Gutzmann. Foto: Schröder

Die Mitglieder des Malenter Ortsverbandes wählen den 60-Jährigen mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Oliver Nöring, der das Amt vorzeitig aufgegeben hatte.

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23. November 2011, 12:20 Uhr

Die Malenter CDU hat einen neuen Vorsitzenden: Die Mitgliederversammlung wählte am Montagabend im Restaurant "Marktplatz" Peter Blenski zu ihrem neuen Chef. Der 60-jährige Schriftsetzer und Drucktechniker im Ruhestand erhielt 20 Stimmen der 23 anwesenden Mitglieder, zwei stimmten mit Nein, es gab eine Enthaltung. Blenski tritt die Nachfolge von Oliver Nöring an. Der hatte das Amt vor zwei Jahren von der Landtagsabgeordneten und langjährigen Vorsitzenden Herlich Marie Todsen-Reese übernommen, aber Anfang Oktober aus beruflichen Gründen an den Nagel gehängt.

Peter Blenski ist mit seiner Frau Angelika, die für die CDU in der Gemeindevertretung sitzt, vor zehn Jahren nach Malente gezogen. Er ist seit 26 Jahren Mitglied der CDU und wirkte an seinem vorigen Wohnort Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen) bereits im CDU-Vorstand und als Stadtrat. Im Malente will der neue Vorsitzende die Präsenz der Malenter CDU in der Öffentlichkeit verbessern: "Die CDU als stärkste Partei ist gefordert, mehr Flagge zu zeigen", erklärte Blenski. Dafür will er auch außerhalb von Wahlkampfzeiten auf die Malenter zugehen. "Es ist wichtig, dass wir uns um die Leute kümmern und nicht nur mit staatstragenden Themen herumquälen." Stärken will Blenski auch den Einfluss der Malenter CDU in den Kreisgremien der Partei: "Momentan sieht es da etwas dünn aus."

Dünner geworden ist auch die Personalstärke der Malenter CDU. Gegenüber dem Vorjahr sei die Mitgliedszahl zwar mit 75 gleich geblieben, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Gutzmann. Doch als Herlich Marie Todsen-Reese den Ortsverband 2009 übergab, hatte er noch 91 Mitglieder. Unzufrieden zeigte sich Blenski mit der Beteiligung an der Mitgliederversammlung. Da gelte es, die Mitglieder wieder mehr zu motivieren.

Stellvertretender Vorsitzender bleibt Jürgen Gutz mann. Die Mitglieder bestätigten ihn mit dem gleichen Wahlergebnis wie Peter Blenski im Amt. Ganz ohne Gegenstimmen wurde Ellen Heesch zur Schriftführerin gewählt, zu Beisitzern bestimmte die Versammlung Jörg Graage, Carl-Alexander Struck, Rainer Geerdts und Jörg Ehrich.

Vor den Personalentscheidungen stand eine Reihe ausführlicher Berichte und Grußworte von Herlich Marie Todsen-Reese, Bürgermeister Michael Koch, dem Malenter Fraktionschef Wolfgang Kienle und dem Kreistagsabgeordneten Manfred Jöhnk.

Eine Rolle spielte dabei immer wieder die neue Zuschneidung der Wahlkreise. Dass sie darüber unglücklich sei, habe sie wiederholt gesagt, erklärte Herlich Marie Todsen-Reese und fügte hinzu: "Daran hat sich nichts geändert. Ich habe es nicht verhindern können." Ein düsteres Bild der Situation der Gemeindefinanzen malte Koch: "Ein Ende unserer finanziellen Talfahrt ist im Moment nicht zu erkennen." Erstmals sei die Kreditaufnahme in einigen Punkten jetzt unter Genehmigungsvorbehalt gestellt worden.

Trotz dieser Misere gaben Koch und Kienle beim Thema Wildgehege Entwarnung: "Es ist nicht beabsichtigt, das Wildgehege zum 31. Dezember 2011 zu schließen", sagte Koch. Es sei nur die Frage, ob der Betrieb günstiger gestaltet werden könne. Derzeit schlage der Wildpark jährlich mit 40 000 Euro zu Buche. Man sei mit dem Förderverein Dorf und Natur (Födona) im Gespräch. Klar sei jedoch, dass der Wildpark nicht rein ehrenamtlich geführt werden könne, der Verein müsse einen Ausgleich bekommen.

Kurz ist die Liste der Investitionen, die im Jahr 2012 anstehen, erläuterte Koch. Zum einen müsse eine neue Drehleiter angeschafft werden, zum anderen solle der bereits für 2011 geplante Ausbau des Hagnerschen Wegs an der Lütjenburger Straße in Angriff genommen werden.

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