Personal für Klimaschutz fehlt Eutin

Schulsanierung dringend / Kosten werden ermittelt

shz.de von
11. März 2017, 00:38 Uhr

Die Stadt Eutin ist bemüht in Sachen Klimaschutz, aber um alles so zu ändern, wie es wünschenswert wäre, fehlt das Personal. Das machte Simone Handschuck vom zuständigen Fachbereich in der jüngsten Bauausschusssitzung deutlich.

In Sporthallen und Straßenzügen werde und wurde kaputtes Licht durch LED ersetzt. „Neben den geplanten Sanierungsmaßnahmen haben wir explizit für Energiesparmaßnahmen aber nichts im Haushalt zur Verfügung“, sagte Handschuck. Das stellte die Grünen nicht zufrieden. „Wir schauen einerseits, wo wir 500 Euro sparen können und heizen andererseits das Geld zum Fenster raus in unseren städtischen Immobilien. Da müssen wir als Kommune als positives Beispiel vorangehen“, betonte Christiane Balzer (Grüne).

Dringender Handlungsbedarf ist am Schulstandort Kleiner See. Das weiß nicht nur Christine Ludwig, Direktorin der Gustav-Peters-Grundschule mit den drei Standorten Blaue Lehmkuhle, Kleiner See und Fissau. Sie fordert: „Wir brauchen endlich ein Schulkonzept und eine Entscheidung, ob sich die Sanierung am Standort Kleiner See lohnt oder neu gebaut werden muss.“ Aus ihrer Sicht liegen alle notwendigen Informationen vor, um das vor langer Zeit geforderte Sanierungsgutachten im Schulausschuss für die Standorte endlich zur Entscheidung vorzulegen. Der Schulentwicklungsplan liege vor, die Zahlen seien bekannt, nun müsse Politik sich fragen, wie die Kinder angemessen unterzubringen und zu unterrichten sind. Den von ihr geforderten Raumbedarfsplan hat sie vor Wochen eingereicht. „Derzeit fehlt es uns an Räumen, die wir dringend benötigen, um der Inklusion gerecht zu werden und für modernen, zeitgemäßen Unterricht“, sagte Ludwig.

Die Direktorin lobte die Zusammenarbeit mit der zuständigen Fachverantwortlichen Simone Handschuck – „da finden wir offene Ohren, aber sie hat auch keine unbegrenzten Mittel zur Verfügung“, weiß Ludwig.„Da muss Politik entscheiden.“ Der Hauptstandort Blaue Lehmkuhle wurde 2010 energetisch saniert, unter anderem mit automatisierten Fensteröffnungen bei zu hohem CO2-Gehalt. „Aber der erhoffte Effekt blieb bisher aus. Lehrer empfinden das Öffnen als störend“, sagte Handschuck. Ludwig befürwortet den Klimaschutzgedanken, sagt aber selbst: „Die Motoren sind leider sehr laut, da kann man als Kind und Lehrer nicht gegen an reden.“ Eine Belüftungsanlage, die für eine schnellere und bessere Belüftung insgesamt sorgen könnte, sei damals angedacht aber aus Kostengründen nicht umgesetzt worden.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen