Per Köster lehnt das Angebot ab

Der bisherige Tourist-Info-Chef Per Köster freut sich auf neue Herausforderungen.
Der bisherige Tourist-Info-Chef Per Köster freut sich auf neue Herausforderungen.

Die Eutin GmbH braucht einen neuen Geschäftsführer / Per Köster lehnt Drei-Jahres-Vertrag ab und fängt bei „Die Ostholsteiner“ an

shz.de von
18. Juli 2018, 11:38 Uhr

Der bisherige Tourismus-Chef Per Köster (49) lehnt das Angebot, dass ihm der Hauptausschuss der Stadt Eutin gemacht hat, ab. Statt bislang fünf Jahre wurden ihm weitere drei angeboten, außerdem sollte ein Aufsichtsrat initiiert werden, „um alles auf professionellere Füße zu stellen“, sagte Hauptausschussvorsitzender Matthias Rachfahl (CDU) nach der nicht-öffentlichen Sitzung auf Nachfrage (wir berichteten).

Köster selbst sagte gestern, nachdem er seine Entscheidung kund tat: „Ich habe mich nicht gegen etwas, sondern für etwas entschieden.“ Köster werde ab ersten November, bis Ende Oktober läuft sein aktueller Arbeitsvertrag bei der Eutin GmbH, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und den Veranstaltungsbereich des Unternehmens „Die Ostholsteiner gGmbH“ übernehmen. „Darauf freue ich mich sehr und ich hoffe, so die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigung in unserer Gesellschaft unterstützen zu können“, sagte Köster.

Der 49-Jährige leitete seit November 2003 die Eutin GmbH. „Ich habe die verantwortungsvolle, interessante und vielseitige Arbeit gerne und mit Herzblut ausgeführt“, sagte Köster. Sein Dank gelte im Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre nicht nur den gewerblichen und privaten Gastgebern, den Dienstleistern sonstiger touristischer Angebote und Kollegen der Region, sondern vor allem seinem engagierten Team, „wie man es sich besser kaum wünschen kann“. Er freue sich, weiterhin mit seiner Familie in Eutin bleiben zu können, da auch sein künftiger Arbeitsplatz in der Kreisstadt sei und natürlich freue er sich auch, durch einen entfristeten Vertrag, ein gewisses Maß an Sicherheit zu haben.

Sein offizieller letzter Arbeitstag werde der 31. Oktober sein, vorher gelte es noch Resturlaub abzubauen. „Ich möchte einen guten Übergang hinbekommen, damit keine Idee, kein Wissen und keine Kontakte verloren gehen“, sagte Köster. Danach freue er sich auf die neue Herausforderung, „Die Ostholsteiner“ und ihre Dienstleistungen bekannter zu machen und den Veranstaltungsbereich auszubauen.

Mit dem Weggang von Köster ist das die zweite Personalie, die die Stadt Eutin inmitten der Sommerpause überrascht. Die Gleichstellungsbeauftragte Gudrun Dietrich hatte vergangene Woche ihren Wechsel in ihre Heimatgemeinde Stockelsdorf bekanntgegeben (wir berichteten).

Bürgermeister Carsten Behnk dazu diplomatisch: „Herr Köster hat uns über seine Entscheidung informiert. Das weitere Vorgehen wird in den zuständigen Gremien besprochen. Wir gratulieren Herrn Köster selbstverständlich zum neuen Job und danken ihm schon einmal für seine langjährige Tätigkeit in Eutin.“ Die Gespräche mit der Politik über das weitere Vorgehen dürften demnach Mitte September, bei der ersten Hauptausschusssitzung nach der Sommerpause, laufen“.

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