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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 10:56 Uhr

Paustian und Eitelbach in Rage

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Bürgermeister und der Vorstand der Stadtwerke Plön streiten sich heftig

In aller Öffentlichkeit tragen Bürgermeister Jens Paustian und Stadtwerke-Vorstand Ingo Eitelbach jetzt einen Disput aus, der offenkundig länger zwischen beiden besteht. Auslöser ist der heftige Streit um für die Stadt teure Versäumnisse bei der Gebührenkalkulation für die Straßenreinigung.

Paustian bekennt sich in einer gestern veröffentlichten Erklärung zwar zu seiner politischen Verantwortung dafür, aber schiebt einen Großteil der Schuld den Stadtwerken zu. Seine Begründung: Die Zusammenarbeit mit deren Vorstand sei schwierig, der notwendige Datenaustausch lange blockiert worden – das zeigten Aussagen der Mitarbeiter im Rathaus und der Schriftverkehr.

Dann legt Paustian richtig los: Wenn Eitelbach entsprechende Aussagen der Stadt aus einem internen Verwaltungsvermerk als „falsch und gelogen“ bezeichne, dann empöre ihn diese Bezichtigung der Lüge: „Ich bin entrüstet und zutiefst enttäuscht. Diesen Vorwurf weise ich ausdrücklich zurück. Hier sehe ich eine Grenze überschritten, die ich so für mich und die Stadtverwaltung nicht mehr akzeptieren kann.“ Dieses Verhalten werde er in der nächsten Sitzung des Verwaltungsrats thematisieren – es sei nicht das erste Mal, dass der Vorstand sich „unkollegial“ verhalte.

Ingo Eitelbach antwortete prompt auf Paustians Attacke mit einem Gegenangriff. Der Bürgermeister hätte als Mitglied des Verwaltungsrates jahrelang vielfach Gelegenheit gehabt, die jetzt beklagten Probleme in der Zusammenarbeit von Stadt und Stadtwerken anzusprechen: „Dies ist nicht geschehen. Deshalb war der Vorstand der Stadtwerke überrascht, aus der Presse zu erfahren, dass den Stadtwerken unterstellt wird, sie hätten Daten nicht herausgegeben. Diese Behauptung ist unwahr und es ist Aufgabe des Vorstandes, dies auch deutlich zu machen. Die Stadtwerke haben der Stadtverwaltung vielmehr sogar angeboten, Unterstützung bei der Berechnung der Gebühren zu leisten. Diese Hilfe ist nicht in Anspruch genommen worden“, lehnte Eitelbach die ihm zugewiesene Sündenbock-Rolle ab.

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erstellt am 20.Mär.2015 | 15:07 Uhr

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