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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 08:28 Uhr

Lokalsport : Paul Sprick ist wieder in den USA

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner Basketballer strebt seinem Abschluss an der High School in Greensboro entgegen und will Sportpsychologe werden.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2014 | 17:00 Uhr

„Ich bin ein Eutiner Junge und freue mich, wenn ich über den Marktplatz laufen kann“, sagt Paul Sprick. Der fast 19-Jährige geht seit einem Jahr in Greensboro in Nord Carolina zur High School und spielt dort Basketball. Er kehrte im August für drei Wochen in seine Heimat zurück. Jetzt ist Sprick wieder in Greensboro, vor einer Woche hat sein letztes Schuljahr begonnen.

Zu Beginn der rund dreimonatigen Sommerferien war Paul Sprick viel auf Achse: „Der Juli war sehr anstrengend, ich war in einem Monat in acht Bundesstaaten und habe viel Zeit im Bus, im Flieger und in verschiedenen Sporthallen verbracht.“ Dabei hat der Eutiner nicht nur seine Spielweise verändert: „Ich bin ein Defensivmonster geworden.“ Und auch seine Statur ist kräftiger geworden. Er war vor rund einem Jahr bei 1,81 Metern Größe mit 77 Kilogramm aus Deutschland gestartet, hatte im Winter kräftig auf 88 Kilogramm zugelegt – „Da habe ich wohl eine Zeit lang das Krafttraining übertrieben.“ – und wiegt heute athletische 81 Kilogramm.

Paul Spricks Augenmerk gilt schon der Zeit nach dem Schulabschluss: „Ich bin auf der Suche nach einer Universität, deren Abschluss auch
in Deutschland anerkannt wird.“ Dabei wird auch der Sport eine Rolle spielen. Die Scouts der US-Universitäten sitzen bei den Basketballspielen auf der Tribüne. Es bestehen auch schon einige Kontakte. Jedes Basketballspiel sei eine Bewährungsprobe, sagt Paul Sprick, der am Montag, dem 1. September, 19 Jahre alt wird. „Man weiß nie, welcher Coach wegen welchem Spieler in der Halle ist.“ Sprick meint, er sei in den zwölf Monaten in Amerika erwachsener geworden. Und er hat auch schon ein ganz konkretes Berufsziel ins Auge gefasst: „Ich möchte Sportpsychologe werden.“ Ihn interessiere vor allem, was in den Köpfen von Leistungssportlern vorgeht.

Bei seinem Eutin-Besuch hat Paul Sprick Kontakte aufgefrischt und auch beim Nachwuchstraining mit Bob Alexander vorbeigeschaut. Es habe Spaß gemacht, den früheren Mitspielern zu zeigen, was er in den USA gelernt habe, verrät er mit einem versonnenen Lächeln. Doch zur absoluten Spitzenklasse, einem Platz in einem NBA-Team, werde es nicht reichen: „Es gibt Spieler, die auf einem anderen Level sind als ich. Das war für mich neu. Aber die sind athletischer, schneller, muskulöser und einfach besser als ich“, sagt der Eutiner.

Den Aufenthalt in der alten Heimat hat Paul Sprick nicht nur genutzt, um Freunde zu treffen. Er hat auch an seiner Fitness gearbeitet: „Es war schön am Ostseestrand zu laufen.“

Sein Besuch bei den U18-Oberliga-Basketballern der BG Ostholstein in Eutin hat ihn überzeugt: „Das Team ist gut aufgestellt und hat einige viel versprechende Spieler in seinen Reihen, zum Beispiel den früheren Jugendfußballer Oskar Bimberg.“ Bimberg habe nach einer schweren Verletzung die Fußballschuhe an den Nagel gehängt und zeige auch beim Basketball beachtliches Talent.

 

 

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