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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 10:30 Uhr

Patrick Saggau fällt lange aus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eishockey-Oberliga: EHC Timmendorfer Strand verliert mit Rumpfmannschaft nach großem Kampf 2:4 gegen Hannover Indians

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 00:34 Uhr

In der Eishockey Oberliga musste der EHC Timmendorfer Strand eine unglückliche 2:4(1:1, 1:1, 0:2)-Niederlage gegen die Hannover Indians hinnehmen. Die Gäste waren zwar spielerisch überlegen, doch die Timmendorfer Rumpfmannschaft begeisterte die 566 Zuschauer mit einer starken kämpferischen Vorstellung.

Die „Beach Boys“ mussten mit dem gesperrten Thorben Saggau und den verletzten Kenneth Schnabel und Patrick Saggau auf eine komplette Angriffsreihe verzichten. Patrick Saggau hatte sich bereits beim Spiel in Tilburg einen Wirbelanriss zugezogen, aber dennoch in den letzten Wochen weitergespielt. Erst eine MRT-Untersuchung in der vergangenen Woche brachte Klarheit. Saggau, einer der wichtigsten Spieler des EHCT, fällt voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus. Außerdem fehlte weiterhin Christian Herrmann, der nach einer Schulterverletzung erst im neuen Jahr wieder einsteigen kann. Dafür stellte sich Jesper Delfs trotz einer Bänderdehnung in den Dienst der Mannschaft. Zudem liefen Trainer Martin Williams und Rino Schroeder für die Gastgeber auf.

Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Die Gäste waren zwar überlegen, doch die Timmendorfer Defensive um den überragenden Goalie Kevin Beech stand sicher. Zudem zeigten die Beach Boys immer wieder gefährliche Konter. So war der Führungstreffer, den Moritz Meyer in der achten Minute bei eigener Überzahl erzielte, keineswegs unverdient. Die Freude währte jedoch nur eine Minute, dann gelang den Indians der Ausgleich.

Kurz darauf gerieten Tauno Zobel und der Hannoveraner Nick Bovenscheen aneinander. Beide lieferten sich eine sehenswerte Prügelei, die Zobel „nach Punkten“ gewann. Obwohl sich beide Kontrahenten des Helms und der Handschuhe entledigt hatten, was normalerweise stets zu einer Spieldauerstrafe führt, ließ Schiedsrichter Gordon Bergas Gnade vor Recht walten und schickte beide Heißsporne nur für zwei plus zwei Minuten in die Kühlbox. Der Beginn des zweiten Drittels gehörte den Gastgebern. Sie agierten druckvoll und erspielten sich gute Chancen. Wieder war es Moritz Meyer, der in der 27. Minute für die verdiente Führung sorgte. In der Folge hätten die Timmendorfer den Vorsprung ausbauen können, was trotz guter Gelegenheiten jedoch nicht gelang. Stattdessen mussten die Gastgeber den Ausgleich hinnehmen. Bitter zudem eine Spieldauerstrafe gegen Jason Horst wegen eines angeblichen Kniechecks. Horst fehlte somit gestern abend in Neuwied.

Die fünfminütige, zum Teil doppelte Unterzahl, überstanden die Timmendorfer mit einer überragenden kämpferischen Leistung, die von den begeisterten Zuschauern mit Szenenapplaus belohnt wurde. Auch im letzten Spielabschnitt hätten die Beach Boys die Partie für sich entscheiden können, die Tore schoss jedoch Hannover. In der 52. und 58. Minute sorgten die Gäste für die Entscheidung.

„Schade, dass es nicht zumindest für einen Punkt gereicht hat. Das war ein toller Kampf, die Mannschaft hat mit Herz und Einsatz gespielt, ich bin völlig zufrieden“, sagte Martin Williams, während er sich auf der Massagebank seine schmerzenden Beine behandeln ließ. Überhaupt hatte die medizinische Abteilung um Dr. Ludwig von der Ostseeklinik und Physiotherapeut Thorsten Rowedder nach dem Spiel Hochbetrieb. So wurde Robert Busche in der Kabine ein Cut am Arm genäht, Moritz Meyer bekam einen Schlag auf das Handgelenk und weitere Spieler meldeten Behandlungsbedarf an.

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