Pastor Grützmacher will nach Neudorf

Stefan Grützmacher
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Stefan Grützmacher

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18. Juni 2018, 17:07 Uhr

Eine regelrechte Kettenreaktion hat der Weggang von Pastorin Laura Koch im April ausgelöst. Für die vakant gewordene Stelle ist mittlerweile mit Pastor Thomas Waack aus Eutin-Neudorf ein Nachfolger gefunden, der seinen Dienst am 1. Juli antritt. Auf dessen Pfarrstelle hat sich nun Pastor Stefan Grützmacher aus Neukirchen beworben. Er will sich heute, 21. Juni, in einem Gottesdienst in der St.-Michaelis-Kirche der Gemeinde vorstellen. Beginn ist um 18 Uhr.

Im Anschluss an den Vorstellungsgottesdienst ist ein Nachgespräch mit der Gottesdienstgemeinde geplant, in dem die Gemeindeglieder Gelegenheit haben, eigene Fragen an die Kandidaten zu stellen, um sich auf diese Weise ein Bild des Bewerbers zu machen. Zu seinen Motiven für den angestrebten Wechsel gab sich sich Grützmacher auf OHA-Nachfrage zurückhaltend. „Ich habe Lust auf die Arbeit in Eutin-Neudorf mit all ihren Facetten und auf die Arbeit mit meinen Kollegen“, erklärte er lediglich.

Der Kirchengemeinderat (KGR) in Neukirchen hatte Grützmachers Entscheidung offenbar nicht unbedingt erwartet: „Wir sind doch etwas überrascht worden“, sagte der stellvertretende KGR-Vorsitzende Peter Wulff. Grützmacher hatte seinen Dienst in Neukirchen im Herbst 2008 angetreten. Damit erreicht er demnächst den Zeitraum von zehn Jahren, nach dem in der Nordkirche der jeweilige Pastor und die Kirchengemeinde gegenseitig prüfen, ob sie ihre Verbindung aufrechterhalten wollen. Salopp ist vom „Pastoren-Tüv“ die Rede.

Gerüchten, die Pfarrstelle der 23 Orte umfassenden Kirchengemeinde könnte künftig unbesetzt bleiben, trat Eutins Propst Peter Barz entgegen. „Es gibt keinen Anlass, die Stelle nicht wieder zu besetzen“, betonte Barz. Wenn sich wirklich herausstellen sollte, dass es nicht mehr genügend Pastoren gebe, müsse der Kirchenkreis zwar überlegen, wo eine regionale Zusammenarbeit möglich sei. Dies sei aber ein Entscheidungsprozess, der zwei bis drei Jahre dauere und dessen Umsetzung noch einmal genau so lange benötige, erklärte Barz.

Auf eine mögliche Neubesetzung in Neukirchen werde ein solcher neuer Pfarrstellenplan keine Auswirkungen haben.

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