"Europa in all seinen Saucen" : Pasta schlägt Kohl und Ratatouille

Die italienischen Schüler genossen das griechische Menü.
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Die italienischen Schüler genossen das griechische Menü.

Im Dienste der Völkerverständigung kochten Schüler aus fünf Ländern in der Malenter Schule an den Auewiesen um die Wette.

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21. März 2012, 11:52 Uhr

Malente | Italien knapp vor Frankreich, dahinter teilen sich Griechenland, Polen und Deutschland Platz drei: Das ist das Ergebnis eines internationalen Kochwettbewerbs, der gestern an der Schule an den Auewiesen stattfand. Insgesamt 28 Gastschüler aus Bari, Bordeaux, Thessaloniki und Woclawek kochten mit Spezialitäten aus ihrer jeweiligen Heimat um die Wette.

Bürgermeister Michael Koch, Schulleiter Wolfgang Gruchot und Schulsozialpädagoge Stefan Gräve schlemmten sich als Jury durch die zweigängigen Menüs. Ihr Favorit mit 90 Punkten: "Ozecchiette con cime di rape" (Pasta mit einer Art Broccoli), Mozzarella-Röllchen mit Kräutern und Röstbrot mit Olivenöl sowie eine Lammschulter mit Pilzen und Kartoffeln. Auf Platz zwei folgten die Franzosen mit gefüllten Eiern und einem geschmortem Hähnchen mit Ratatouille-Gemüse. Die griechischen Vertreter servierten geröstetes Brot mit Tomaten-Schafskäse-Salat, Tzaziki und Spetzofai, einen Gemüseeintopf mit pikanten Hackfleisch würstchen. Mit einer Tomatensuppe mit Nudeln und Schweinekoteletts mit Möhren-Apfelsalat stellten die polnischen Schüler ihr Land vor. Und das vierköpfige Ma lenter Team kredenzte Wirsingkohl mit Frikadellen und einen Himbeertraum zum Nachtisch.
Höhepunkt des Projektes "Europa in all seinen Saucen"

Der Kochwettbewerb war der vorläufige Höhepunkt des Schulprojekts "Europa in all seinen Saucen" im Rahmen des europäischen Schulprogramms "Comenius". In den vergangenen zwei Jahren besuchten die Malenter Schüler Partnerschulen in Frankreich, Italien und Polen (wir berichteten). Im Mai fährt eine letzte Malenter Delegation nach Griechenland, um auch dort Land und Leute kennenzulernen.

Die Hauptziele, sich kennenzulernen, Vorurteile und Sprachbarrieren abzubauen und andere europäische Länder zu erkunden, scheint erreicht: "Ich fand das Projekt klasse, weil ich in der Familie so fröhlich aufgenommen wurde und auch Alessandro hier so gut drauf ist", sagte etwa Tizian Grigoleit, der bei der Italienreise mit dabei war. Das Projekt sei auf alle Fälle ein Anreiz, andere Kulturen kennenzulernen, findet der 16-Jährige. Und Achtklässler Maximilien Huss will seine Gastfamilie in Polen gern noch einmal wiedersehen. "Die Gastfreundschaft dort ist super, die geben ihr letztes Hemd für ihre Gäste."

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