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Passierbarkeit des Seeparks: JU fordert Gratisticket für Jugend

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Passierbarkeit des Seeparks während der Landesgartenschau vom 28. April bis 3. Oktober 2016 bietet immer noch Zündstoff. Der Hauptausschuss der Stadt wird morgen (siehe auch linke Spalte) über eine Online-Petition beraten. In der hatten 463 Eutiner per Mausklick im Internet die Forderung nach „freien Wegen für Bürger und Besucher von Eutin während der Landesgartenschau 2016“ unterstützt (wir berichteten).

Dem Ausschuss liegt wenig überraschend eine Empfehlung der Verwaltung vor, dass die Forderung der Petenten abgelehnt werden soll. Neben dem Hinweis auf die demokratisch legitimierten Beschlüsse zur LGS und die vielfältig angebotenen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung bei diesem Prozess wird auch darauf verwiesen, dass Eutinern eine vergünstigte Dauerkarte (Jugendliche 15 Euro, Erwachsene 60 Euro) angeboten werde, mit der man den Seepark queren könne. Außerdem spendiere ein Sponsor 1000 Freikarten für Jugendliche.

Der Nachwuchs der CDU, die Junge Union (JU) Malente-Eutin-Süsel, hat sich in einer Presseerklärung ebenfalls dafür ausgesprochen, die Petition abzulehnen. Der Weg zwischen Bebensundbrücke und Heinrich-Lüth Weg durch den Seepark könne nicht einfach von der Landesgartenschau abgetrennt werden, sagt der JU-Vorsitzende Marcel Kriwet: „Nicht nur die Optik für die Gäste würde gestört, auch die Verwirklichung des Beach Clubs als neuer Treffpunkt während und nach der Landesgartenschau würde gefährdet werden. Ebenfalls wird der Liegewiese ein Teil ihrer Gemütlichkeit genommen.“

Dennoch reicht der JU eine einfache Ablehnung nicht: Wer zum Kauf einer Dauerkarte nicht bereit sei, müsse einen Umweg durch Riemannstraße oder an der Fissauer Bucht entlang in Kauf nehmen, was mit dem Fahrrad fünf bis zehn Minuten länger dauere. Kriwet: „Für Erwachsene auf dem Weg zur Arbeit oder zum Sport ist dies aus Sicht der JU Malente-Eutin-Süsel durchaus hinnehmbar. Für minderjährige Sportler und Schüler ist dies aber nicht hinnehmbar.“

Die viel befahrene Riemannstraße stelle zu Stoßzeiten zu Beginn und Ende der Schulzeit eine Gefahr für die Schüler dar. Der Weg direkt um die Fissauer Bucht sei nach starken Regenfällen oft überschwemmt und kaum passierbar.

Daher fordert die Junge Union, für die betroffenen Schüler das Durchgangsrecht „gratis zu vergeben“. Die Jugendlichen dürften auch durch die Umwege nicht vom Sport abgeschreckt werden.

Kriwet schlägt vor, dass der Bedarf ermittelt werde, wie viele Schüler eine Gratis-Dauerkarte brauchten, und eventuell noch Sponsoren gesucht würden, falls die 1000 von den Stadtwerken gestifteten Karten nicht reichten. Alternativ wäre auch die Einrichtung einer kostenlosen Sportlerkarte denkbar, auf der Trainingszeiten und -tage vermerkt sind. „Den jungen Sportlern wäre dann eine halbe Stunde vor und nach dieser Zeit der Durchgang durch das LGS-Areal, den Schülern gleich, möglich. Der dafür nötige Verwaltungsaufwand ist hinnehmbar, Personal befindet sich sowieso schon vor Ort.“

Gedanken über einen freien Weg hat sich auch Peter Schwarz gemacht, der seine Wortmeldung in der Ausschuss-Sitzung bereits angekündigt hat. Schwarz schlägt vor, den Weg von Brücke zur Schwimmhalle mittels Zaun zum öffentlichen Korridor zu machen und oder den Erlebnisstrand komplett aus dem LGS-Gelände herauszunehmen.

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erstellt am 18.Sep.2015 | 12:55 Uhr

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