Parteiloser kandidiert als Bürgermeister

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Die CDU Schönwalde geht mit Winfried Saak als Spitzenkandidat ins Rennen

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15. Februar 2018, 17:35 Uhr

Geht es nach der CDU heißt der Bürgermeister der Bungsberggemeinde ab Mai Winfried Saak (Foto). Damit stellte der Ortsverband jüngst einen parteilosen Kandidaten an die Spitze seiner Liste für die Kommunalwahl. Auch unter den neun Direktkandidaten finden sich nur vier Namen, die aktuell die Partei in den Gremien der Gemeinde vertreten. Der Vorstand äußerte sich zufrieden ein „junges, frisches aber auch erfahrenes und vor allem motiviertes Team“ aufgestellt zu haben.

Die Wahl Saaks zum Spitzenkandidaten erfolgte auf der CDU-Versammlung Anfang des Monats „mit überwältigender Mehrheit“, wie der pensioniert Oberstudienrat gegenüber dem Ostholsteiner Anzeiger betont. Das habe er zur Bedingung für seine Kandidatur gemacht. Mit christlich konservativer Prägung aus dem Elternhaus kostete es keine Überwindung für die CDU ins Rennen zu gehen. Der Ortsverbandsvorsitzende Benjamin Ridders hatte den zweifachen Vater gezielt auf das Amt des Bürgermeisters angesprochen, berichtet der amtierende Vorsitzende des Schulvereins der Schönwalder Grundschule. Den Eintritt in die CDU habe er aber abgelehnt. In der Bundespolitik könne er sich nicht wiederfinden und Fraktionszwänge seien nicht sein Ding. Spontan und vor allen Dingen alleine habe der 70-Jährige die Entscheidung aber nicht getroffen: „Ich habe mich über die Aufgaben eines Bürgermeisters genau informiert und dann im Familienkreis beraten.“

Seit 2011 lebt Saak mit Frau und zwei Töchtern in Schönwalde. Bis 2013 war er im Hamburger Schuldienst, half aber auch schon an der Grundschule in Schönwalde mit Vertretungsstunden aus. Wie schon in seiner Zeit als Kirchengemeinderat wolle er Verantwortung gegenüber der Gemeinde wahrnehmen und der Gesellschaft etwas zurückgeben. Der gebürtige Oberbayer ist sich aber auch sicher einen anderen Stil zu pflegen, als dies der amtierende Bürgermeister tut. „Als Bürgermeister will ich Gestaltungsperspektiven entwickeln, eine Aufbruchstimmung erzeugen und angelaufene Projekte positiv zum Ziel führen.“ Die Entwicklung von Gewerbe und Wohnungsbau sowie der Radwegebau seien Beispiele dafür. 30 Jahre als Lehrer haben ihn viele Erfahrungen machen lassen und Kompromissfähigkeit gelehrt. Das könne im Amt des Bürgermeisters nur helfen, ist sich Saak sicher.

Unter den Direktkandidaten sind neben den bekannten Gesichtern Benjamin Ridders, Roland Hamann, Michael Schumacher und Harry Linder fünf neue Namen, die sich zum Teil in anderen Funktionen bereits gesellschaftlich engagieren. Neben Saak kandidieren Markus Lühr, Moritz Hanssen, Melanie Goerke und Thilo Noetzel. Mit neun weiteren Listenkandidaten sei die CDU „bereit Verantwortung zu übernehmen und mit dem Bürger zusammen die Dinge anzupacken und nicht nur rumzuschnacken“, heißt es in der Pressemitteilung des Ortsverbandes.

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