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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 23:34 Uhr

Parkscheibe und Rabatte

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zeiten bleiben / WVE bangt um Weihnachtsgeschäft

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2015 | 11:13 Uhr

Als „vorschnell“ und „undurchdacht“ kassierten die Vorsitzenden der Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE) ihren eingereichten Antrag bei der Stadt, die Parkzeiten von 8 auf 19 Uhr auszudehnen. Dieser hatte nach der Berichterstattung für Diskussionen gesorgt, die Klaus Hoth und Thomas Menke als WVE-Vorsitzende so gar nicht führen wollten, wie sie gestern erklärten.

Um die Kaufleute über die eigentliche Intension zu informieren und eine gemeinsame Lösung für die angespannte Parkplatzsituation zu erarbeiten, luden sie am Donnerstagabend ihre Mitglieder zu einer Infoveranstaltung ein. Dass sich die Parkplatzsituation durch die Bauarbeiten und den Wegfall von großen Parkflächen wie der am Schloss verschärft hat, darüber herrschte Einigkeit. Doch gegen eine längere Bezahlzeit waren nahezu alle Kaufleute, habe er an den Faxen und Telefonaten gemerkt, die ihn erreicht hätten, sagte Hoth.

„Wir haben einen guten Konsens gefunden“, sagte Hoth weiter. Wichtig für alle Eutiner und Gäste: Die Parkzeiten, in denen bezahlt werden muss (9–15 Uhr), sollen sich nicht ändern. „Wir wollen danach parken mit Parkscheibe einführen und hoffen, dass die Stadt diese Lösung mitträgt, denn so etwas funktioniert nur, wenn es auch kontrolliert wird“, sagt LMK-Inhaber Thomas Menke. Vom Dach des LMK-Gebäudes habe er zur „Rush-hour“ gegen halb sechs ein Video gefilmt: „Es war nicht ein Parkplatz frei und in den beiden Reihen kreisten bis zu 30 Fahrzeuge auf der Suche nach einem Parkplatz“, beschreibt Menke die Situation. Ein Zustand, der den Kaufleuten Sorge bereitet, denn oftmals seien es Dauerparker, die keine Umsätze brächten, die Kundenparkplätze aber blockierten. „Wir haben die angespannte Parksituation schon im Rückgang unserer Umsätze gemerkt, und da sind wir nicht die einzigen“, sagte Menke. Deshalb sei es dringend notwendig, dass die Parkscheibenregelung kurzfristig von der Stadt umgesetzt werde, sonst fürchtet die Kaufmannschaft starke Einbußen im Weihnachtsgeschäft.

Was sagt die Stadt zu der Idee? „Wir sind offen für Vorschläge“, sagt Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt. Grundsätzlich müsse der Vorschlag im Hauptausschuss diskutiert werden. Der nächste ist am 24. November. Stein-Schmidt: „Für uns ist wichtig, das die LGS-Besucher im nächsten Jahr die Großraumparkplätze nehmen und die Parkplätze in der Innenstadt den Kunden zur Verfügung stehen. Das braucht natürlich ein Parkraumleitsystem und gute Planung.“ Sollte die Stadt die Parkpreise im nächsten Jahr anheben – Planungen dazu seien noch nicht abgeschlossen – hat die WVE eine Idee: „Ein gutes Marketinginstrument ist der geteilte Parkschein. Die Gebühr kann dann beim Einkauf in den Geschäften angerechnet werden“, sagt Menke. LMK praktiziere das schon und habe gute Erfahrungen damit gemacht.

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