Walderlebnistag : Otterkot und weiße Riesenrüben

Carsten Burggraf hatte für die Schüler der 4c der Schule am Kleinen See eine besondere Duftprobe dabei.
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Carsten Burggraf hatte für die Schüler der 4c der Schule am Kleinen See eine besondere Duftprobe dabei.

Beim 7. Walderlebnistag lernten Eutiner Viertklässler im Dodauer Forst neue Aspekte der Natur kennen.

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09. September 2011, 10:55 Uhr

Eutin | Warum hält der See-adler beim Flug seine Krallen ins Wasser? Wie riecht eigentlich Fischotter-Kacke? Und stören sich Vögel daran, wenn ein Nistkasten von innen duster ist? Antworten auf all diese Fragen erhielten rund 130 Viertklässler beim "Walderlebnispark" im Dodauer Forst.

Bereits zum siebten Mal organisierte der Verein Erlebnis Natur (Erna) diese Veranstaltung für Grundschüler im südlichen Kreisgebiet. "Das Interesse an dieser Aktion ist ungebrochen", erläutert Dr. Werner Sach, Vorsitzender von Erna. In diesem Jahr hätten sich 38 Klassen mit insgesamt rund 850 Schülern angemeldet. Um diesen Klassen lange Wege zu ersparen, fand der Walderlebnistag an sechs verschiedenen Stand-orten statt: Neben Dodau auch im Malenter Wildgehege, in Bad Schwartau, Ahrensbök, Scharbeutz und Stockelsdorf.

Unterstützt wurde Erna von verschiedenen Umweltorganisationen, die rund um das Dodauer Forsthaus einen Parcours mit 14 Stationen aufgebaut hatten. Bei der Projektgruppe Seeadlerschutz erfuhren die Kinder von Volker Latendorf, dass ein Seeadler im Flug Fische fängt, indem er seine Krallen ins Wasser hält. Dass man anhand der nach Fisch riechenden Fischotter-Kacke nachweisen kann, wo sich die scheuen Tiere niedergelassen haben, verriet Carsten Burggraf von "Wasser-Otter-Mensch". Und dass es den Vögeln nichts ausmacht, wenn es im Nistkasten ein wenig schmuddelig ist, erklärte Holger Jürgensen von der Vogelschutzgruppe Eutin/ Bad Malente.

Dass es fast den ganzen Vormittag regnete, störte die Kinder dabei nicht. Außerdem hatten fast alle Naturgruppen Planen gespannt oder Zelte aufgebaut. Besonders komfortabel hatte es dabei Volker Naue. Der Landwirt aus Brackrade hatte in einem Pferdeanhänger einen Tisch mit verschiedenen Getreidesorten aufgebaut. Bei ihm erfuhren die Kinder, dass kleine schwarze Kügelchen nicht unbedingt Mohn, sondern auch Raps sein können und aus was für kleinen Samenkörnern später riesige Zuckerrüben werden. Was man aus Weizen machen kann, war den Schülern hingegen längst klar: "Bier!".

Am Ende des Parcours mussten die Grundschüler auf einem Fragebogen dann noch einmal ihr Wissen unter Beweis stellen. Sieger wurde die Klasse 4e der Schule am Kleinen See, die demnächst einen Jäger auf den Abendhochsitz begleiten dürfen. Den zweiten Platz belegte die 4k der Schule am Kleinen See, Platz drei ging an die 4c der Schule an der Blauen Lehmkuhle.

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