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Beschluss der Mitgliederversammlung: : OSVE verkauft doch nicht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verein will das für die Landesgartenschau favorisierte Vereinsgelände behalten und von dort aus weiter segeln

Alles wieder auf Anfang beim Ostholsteinischen Segler-Verein Eutin (OSVE). Den vor zwei Jahren gefassten Beschluss, das Vereinsgelände verkaufen zu wollen, nahmen die Mitglieder am Sonnbend auf der Jahresversammlung im Redderkrug nun zurück. 60 der 65 Stimmberechtigten votierten für den Antrag, die einstige Entscheidung vom Mai 2012 aufzuheben.

Es entwickelten sich lebhafte Diskussionen, als der wiedergewählte Vorsitzende Christoph Wiethold vom Kaufinteresse der Stadt für die Nutzung des OSVE-Geländes zur Landesgartenschau berichtete. Bisher sei noch nicht über Zahlen gesprochen worden. Das sollte in Gesprächen Ende des Monats geschehen. Die endgültige Entscheidung über den Verkauf hätte den Mitgliedern bei einer außerordentlichen Versammlung, voraussichtlich im März, vorbehalten bleiben sollen.

Unmut kam auf, als die Mitglieder von den Plänen der Stadt erfuhren, die einen Abriss der Gebäude inklusive des Bootshauses mit Restaurant vorsehen. Das Vereinsgelände soll demnach auf die gegenüberliegende Seite im Seepark verlagert werden.

Die jetzt widerrufene Entscheidung, das OSVE-Gelände an die Stadt zu verkaufen, wurde aufgrund der finanziell schwierigen Situation des Vereins getroffen. Da sich jedoch mittlerweile die Finanzen verbessert hätten, gebe es keinen Grund mehr, das Anwesen direkt am See zu verkaufen. Stimmen wie „...so ein tolles Gelände bekommen wir nie wieder...“ und „...der Aufwand und Nutzen kommt nur der Landesgartenschau zu Gute...“ sowie „...wenn der OSVE verkauft, gibt es keinen Segelbetrieb mehr...“ ließen die Mitglieder zur Rücknahme ihrer einstigen Verkaufsentscheidung kommen.

Zwischenzeitlich hat der OSVE erheblich in sein Gelände investiert. Zu den größten Kosten hätten neben dem Kauf neuer Boote für den Jugendlehrbetrieb, die Anschaffung einer neuen Heizung sowie die Sanierung des Terrassendaches und der Slipanlage gehört, sagte Wiethold. Außerdem sei das Restaurant jetzt verpachtet. Christine Sprenger habe den Vertrag von der schwer erkrankten Vorpächterin übernommen.

„Das Darlehen ist abbezahlt und der Verein hat keine Außenstände. Ich gebe ruhigen Gewissens mein Amt an Christian Ochsen ab“, sagte Uwe Breitung, der die finanzielle Schieflage des Vereins ins Lot brachte. Er wurde mit stehenden Ovationen von den Mitgliedern verabschiedet. Für seine besonderen Verdienste zeichnete Christoph Wiethold den scheidenden Kassenwart mit der Glasenuhr, einem Ehrenwanderpokal, aus. Ehrungen gab es auch für Albert und Heinz Wehrend, die dem OSVE seit 40 Jahren treu sind.

Die Wahl von Christian Ochsen zum Kassenwart war reine Formsache. Die Aufgabe als Schriftwart, Pressewart und Webmaster in Personalunion hat künftig Cornelia Ochsen inne. Neu im Vorstand ist auch Ulf Bitter, der als Jugendwart verantwortlich zeichnet. Wiedergewählt wurde Hafenmeister Georg Lienert. Als Beisitzer gehört künftig Klaus Schö-ning dem Vorstand an. Dem Ältestenrat gehören Uwe Horn, Wilhelm Schwarten und Manfred Obieray an.





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erstellt am 16.Feb.2014 | 14:25 Uhr

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