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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 02:03 Uhr

Ostseebäder teures Pflaster

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Immobilien teuer wie nie: „Kapitalflucht unters Reet“

Die Preise für Immobilien an der Nord- und Ostseeküste klettern immer höher – und das in irrem Tempo. Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung mit Meerblick kaufen will, muss derzeit bis zu 43 Prozent mehr dafür hinlegen als vor zwei Jahren. In fast allen Regionen am Wasser oder in Wassernähe sind in Schleswig-Holstein die Immobilienpreise gestiegen.

Ganz oben in der Liste des neuen LBS-Immobilienatlas für die Inseln, Küsten und Förden steht erwartungsgemäß die Insel Sylt. Dort kostet in Spitzenlagen wie
Kampen der Quadratmeter 35 000 Euro und mehr – so viel wie andernorts eine
kleine Wohnung.

Wer an der Nordsee etwas kaufen will, bekommt es am Festland deutlich günstiger. In St. Peter-Ording gibt es das Einfamilienhaus für 2632 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht dem Preisniveau an der Ostsee. Timmendorfer Strand mit 2752 und Sierksdorf mit 2371 Euro sowie Strande bei Kiel mit 2224 Euro gehören hier zu den teureren Lagen.

Ein ähnliches Bild ergibt die Studie für Eigentumswohnungen. Die höchsten Preise finden sich demnach wieder in Kampen (11 011 Euro/m²). Das Preisniveau an der Ostsee ist deutlich niedriger. Die teuersten Eigentumswohnungen gibt es laut Studie in Timmendorfer Strand (2931 Euro/m²), Travemünde (2372 Euro/m²) und Scharbeutz (2277 Euro/m²). Deutlich teurer wurden auch Immobilien im Umland von Eckernförde (plus 17 Prozent) und Schleswig (plus 15,2 Prozent).

Beflügelt wird die außergewöhnliche Immobiliennachfrage nach Einschätzung
von LBS-Vorstandschef Peter Magel durch die historisch niedrigen Zinsen für Baugeld. Das mache den Kauf erschwinglicher. Zudem gebe es eine „Kapitalflucht unter das krisensichere Reetdach einer Ferienimmobilie“, sagte Magel.

Ein Ende des Runs auf das Wohnen in Wassernähe in Schleswig-Holstein ist nicht in Sicht. Magel geht davon aus, dass sich die Immobilienpreise in den TOP-Regionen und in den Gemeinden mit entsprechenden Infrastrukturmaßnahmen weiter nach oben entwickeln. Seite 21/Kommentar Seite 19






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erstellt am 16.Okt.2013 | 00:31 Uhr

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