Ostseebad wappnet sich gegen Klimawandel

Timmendorfer Strand stellt sich dem Klimawandel.
Timmendorfer Strand stellt sich dem Klimawandel.

Timmendorfer Strand von Auswirkungen des Anstiegs des Meerwasserspiegels besonders betroffen – der Ort liegt nur zwei Meter über Normalnull

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14. Dezember 2017, 11:45 Uhr

Wie reagiert Timmendorfer Strand auf den Anstieg des Wasserspiegels der Ostsee und auf vermehrte Starkregenereignisse? Verschlingt die Ostsee langfristig Teile des Ortes? Die Gemeindevertretung beschließt die Unterstützung der Resolution Städte, Gemeinden und Region als treibende Kraft für Klimaschutz und Nachhaltigkeit für ein gutes Leben für alle. „Insbesondere die zweite Resolution, mit Umsetzung der Anpassung an den Klimawandel auf kommunaler Ebene, ist für Timmendorfer Strand von zentraler Bedeutung“, sagte Diplom-Geologin Gudula Bauer (CDU). Denn laut der zweiten Resolution stehen Kommunale Behörden an erster Stelle, wenn es darum geht, die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels in ihrem Gebiet zu stärken und Maßnahmen innerhalb der Kommune zu planen und umzusetzen.

„Timmendorfer Strand mit der unmittelbaren Lage an der Ostsee ist von dem Anstieg des Meerwasserspiegels durch den Klimawandel unmittelbar betroffen. Denn der Anstieg des Wasserspiegels der Ostsee bedeutet auch Anstieg des Grundwasserspiegels und dessen Folgen“, erläutert Bauer.

Die Prognosen für den Anstieg des Wasserspiegels der Ostsee werden für die nächsten 100 Jahre laut Klimabericht Schleswig Holstein 2017 bei etwa 98 Zentimetern liegen. Das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie erwartet aktuell hingegen einen Anstieg von 1,70 Meter. Timmendorfer Strand liegt nur rund zwei Meter über dem Meeresspiegel. „Nun wird schnell klar, warum Timmendorfer Strand zielführend die Aspekte Anstieg des Wasserspiegels der Ostsee und Anstieg des Grundwasserspiegels in der Bauleitplanung berücksichtigen muss,“ so Bauer. Besonderes Augenmerk müsse auf die Verdichtung der Bebauung und die Entwässerung des Ortes gelegt werden. Einige Kommunen in der Region hätten hier bereits reagiert.

Der Prozess des Anstieges des Wasserstandes der Ostsee könne bereits mit 14 Zentimeter in den vergangenen 100 Jahren nachgewiesen werden. „Uns muss bewusst sein, dass bereits unsere Enkel und Urenkelkinder von den schleichenden Folgen des Klimawandels betroffen sein werden“, heißt es seitens der CDU weiter.

Mit der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, Regine Maaß, sei von der Politik die personelle Möglichkeit in der Verwaltung geschaffen, das Thema „Folgen des Klimawandels für die Gemeinde Timmendorfer Strand“ in die Fachplanungen zu integrieren und konkrete Maßnahmen umzusetzen, so Bauer.

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