Kasseedorf : Ostholsteins Angler „veredeln“ die Fischereischeinprüfung

Klaus Heimann zerlegte Forellen mit Interessierten.  Fotos: Kuhr
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Klaus Heimann zerlegte Forellen mit Interessierten. Fotos: Kuhr

Angeln ist mehr, als nur Fische fangen. Im Schießsportzentrum Kasseedorf lernten angehende Angler Tipps aus der Praxis.

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04. Mai 2015, 12:30 Uhr

Das Angeln ist ein anspruchsvolles Hobby. Es geht dabei nicht nur um den Nutzen, den die Angler aus der Natur ziehen, es geht auch um den Schutz der Natur durch die Angler. Damit das in der Praxis auch umgesetzt werden kann, gibt es die sogenannte Fischereischeinprüfung. Der Landessportfischerverband nimmt als Vertreter seiner Vereine als beliehener Träger des Landes Schleswig-Holstein diese Prüfung ab, bereitet die künftigen Angler aber auch darauf vor.

Das passiert in etwa 30 Unterrichtsstunden theoretischem Unterricht. Es geht dabei nach den Ansprüchen des Landes unter anderem um Natur- und Umweltschutz, Fisch- und Rechtskunde aber auch Gerätekunde. Das Land fordert allerdings keinen praktischen Teil. Der scheint Anglern aber erforderlich. Und diese Praxis liefern jetzt die Lehr- und Prüfbefähigten des Kreisangelfischerverbandes Ostholstein als Zusatzleistung selbst.

Ulrich Zupke ist der Verantwortliche, der am Sonntag 25 Interessierte zu einem Praxis-Teil auf den Schießplatz Kasseedorf eingeladen hatte. Klaus Heimann aus Neustadt zeigte Interessierten zum Beispiel die Anatomie der Fische. Danach wurden Forellen oder Schollen fachgerecht zum Verbrauch in der Küche filetiert. Dabei legten die Teilnehmer auch selbst Hand an.

Außerdem war Karl-Heinz „Kalle“ Rohde gemeinsam mit Helge Nevoigt bei der Gerätekunde aktiv. Sie erklärten den Anglern, welche Gerätschaften der Angler für verschiedene Zielfische in Salz- und Süßwasser benötigt. An anderen Stationen ging es um Wurfübungen – auch mit der Fliegenrute – oder Knotenkunde. Dafür standen zusammen sieben Ausbilder bereit. Ulrich Zupke: „Wir sind nur dem Wunsch unserer Teilnehmer nach einem praktischen Teil der Fischereischeinausbildung nachgekommen. Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein.“

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