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Ostholsteiner Anzeiger

24. Juli 2017 | 02:43 Uhr

Ostholsteiner sparen Geld beim Müll

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

ZVO-Verbandsversammlung beschließt niedrigere Abfallgebühren und verabschiedet Haushalt 2016 / Breitband vor dem Start

„Es wird günstiger für alle Haushalte“ – Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer (Foto) brachte gestern so die neue Abfallgebührenkalkulation des Zweckverbands Ostholstein (ZVO) auf den Punkt. Die Abstimmung bei der Verbandsversammlung des ZVO über die Satzung und Kalkulation der Abfallgebühren für 2017 war reine Formsache – einstimmig wurde dieser Punkt der Tagesordnung wie auch die weiteren verabschiedet. „Durch Effizienzsteigerungen und gute Ausschreibungsergebnisse reduzieren sich die Entsorgungskosten für den kommunalen Abfall, was sich in reduzierten Abfallgebühren für alle Kunden niederschlägt“, sagte Strohmeyer. Mit seiner Preisgestaltung (siehe Infokasten) liegt der ZVO landesweit im Mittelfeld.

Die Abfallgebühr für das Jahr 2017 setzt sich aus einer Grundgebühr von 18,84 Euro (Vorjahr: 20,28 Euro) und einer mengenabhängigen Leistungsgebühr zusammen. Die Grundgebühr deckt die Verwaltungskosten des Zweckverbands Ostholstein. Die Leistungsgebühr entspricht der Größe der zur Verfügung gestellten Tonne und damit der Menge Abfall, die entsorgt werden muss.

Ebenfalls zugestimmt hat die Verbandsversammlung dem Garantieversprechen des ZVO für die neuen Abfallgebühren 2015, 2016 und 2017. Aufgrund einer Entscheidung des schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgerichts im September 2015 musste die Abfallgebührenkalkulation grundlegend überarbeitet und neu berechnet werden (wir berichteten). Sollte wider Erwarten gerichtlich eine Zuvielberechnung der neuen Abfallgebühren festgestellt werden, werde der ZVO allen Kunden die Differenz erstatten, kündigte Strohmeyer an. Mit dieser Maßnahme möchte man die Interessen aller Kunden berücksichtigen und nicht nur derjenigen, die Widerspruch gegen ihren Abfallgebührenbescheid einlegen.

Die beschlossene Vorgehensweise betrifft Abfallgebührenbescheide für den Zeitraum vom 11. September 2015 bis zum 31. Dezember 2017. Die Gebührenbescheide für das aktuelle Abrechnungsjahr versendet der ZVO ab Anfang August.

Für 2018 kündigte Strohmeyer an, dass die ZVO denjenigen, der Müll vermeidet, eine kleinere Tonne zugestehen möchte. Noch sei aber nicht geklärt, wie das dafür notwendige Nachweisverfahren ablaufen soll, sagte Strohmeyer vor den 55 anwesenden ZVO-Mitgliedern.

Insgesamt hat die ZVO-Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2016 eine positive Entwicklung verzeichnet. Das Jahresergebnis des Zweckverbands liegt mit insgesamt 2,9 Millionen Euro über dem des Vorjahres (2,5 Millionen Euro). Der erzielte Jahresgewinn fließt der Gewinnrücklage zu. Aus dieser erhalten Städte und Gemeinden, die dem ZVO die Erdgasversorgung übertragen haben, eine Gewinnausschüttung von 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommt die Konzessionsabgabe von über 500  000 Euro.

„2016 war ein bewegtes Jahr, in dem wir viel erreicht haben“, fasste Strohmeyer das vergangene Jahr zusammen. Sie sei froh, dass sich der ZVO so positiv entwickelt habe.

Positiv schaut der ZVO auch auf die morgige Vorstellung des technischen Betreibers und Pächters des kommunalen Breitbandnetzes in Ostholstein. In einer Feierstunde soll der Vertrag unterzeichnet werden. Für den Auf- und Ausbau des kommunalen Breitbandnetzes ist eine Investitionssumme von 80 Millionen Euro vorgesehen, mit der bis 2019 eine flächendeckende Versorgung der Region mit Highspeed-Internet realisiert werden soll. Neben dem Kreis Ostholstein sind insgesamt 60 Gemeinden im ZVO vertreten, die nun auf einen zügigen Ausbau hoffen.


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erstellt am 28.Jun.2017 | 10:53 Uhr

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