Ostholstein wird vergesslicher

Jochen Gust
Jochen Gust

shz.de von
28. Juli 2012, 03:59 Uhr

Eutin | Im Kreis Ostholstein sind knapp 3800 Menschen erkrankt (letzter Stand vom September 2009). Die Experten gehen davon aus, dass sich die Situation weiter verschlimmern wird.

Jochen Gust vom Fachdienst Geriatrie des Sankt-Elisabeth-Krankenhaus es Eutin erklärt: "Die Zahl Demenzkranker wird besonders in Ostholstein zunehmen." Der Grund: Im Kreis leben vergleichsweise viele ältere Menschen, bei denen eine Demenzerkrankung wahrscheinlicher wird. Die Situation werde noch dadurch verstärkt, dass Menschen aus anderen Regionen im Rentenalter nach Ostholstein ziehen. Das belegen auch Zahlen aus einer Studie vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (siehe Grafik). Während 2008 noch zwischen 1,6 und 1,9 Prozent der Einwohner an Demenz litten, sollen es 2025 etwa 2,5 bis 2,8 Prozent sein. Damit wäre Ostholstein landesweit Spitzenreiter.

Um diese Situation wissend, hat das Sankt-Elisabeth-Krankenhaus 2009 gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Ostholstein und dem Therapiezentrum Eutin GmbH das Eutiner Demenz Forum ins Leben gerufen. Als Anlaufpunkt zum Thema Demenz finden vier öffentliche Informationsveranstaltungen pro Jahr statt.

Hilfe und Auskünfte gibt es telefonisch unter 04521/802121 oder im Internet: www.sekeutin. de/geriatriezentrum/eutiner-demenz-forum

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