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Ostholstein: Starke Zunahme an Grippe-Infektionen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 20.Okt.2017 | 11:19 Uhr

Im Kreis Ostholstein hat sich binnen eines Jahres die Zahl der Menschen, die an Grippeviren erkrankt sind, fast verdoppelt. Das berichtet Peter Rupprecht von der Innungskrankenkasse (IKK classic) bei der Auswertung der vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Statistik. Danach erkrankten von Oktober 2016 bis September 2017 insgesamt 124 Menschen im Kreis an Grippeviren. „Die meisten Meldungen gab es von Mitte Februar bis Anfang März, insgesamt 80.“ Im gleich großen Zeitraum davor seien im Kreis
71 Influenza-Infektionen bekannt geworden.

Mit dem Influenza-Wochenbericht der 40. Kalenderwoche beginne für das RKI die neue Influenza-Saison. Damit starte es auch erneut den Rhythmus, in dem es wöchentlich über die Verbreitung von Influenza-Viren in Deutschland berichte.

Von Oktober 2016 bis Ende September 2017 seien insgesamt 2309 Schleswig-Holsteiner erkrankt, im Jahr zuvor seien es 1583. Das sei eine Steigerung von fast 50 Prozent.

Landesweit die meisten Infektionen seien in Kiel verzeichnet worden: 544 Kieler seien wegen einer Influenza-Infektion ärztlich behandelt worden. Der Kreis Pinneberg sei mit 520 Erkrankten die am zweitstärksten betroffene Region gewesen. Neumünster habe mit 15 Infektionen die wenigsten Patienten in Schleswig-Holstein gemeldet.

Die IKK classic rät allen, aktuell über eine Grippeschutzimpfung nachzudenken und sich mit dem Hausarzt zu beraten. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfehle die Schutzimpfung für Ältere, chronisch Kranke und Schwangere. Zudem sollten alle geimpft sein, die Kontakt zu Risikogruppen haben, vor allem das Medizin- und Pflegepersonal. „Für die Risikogruppen übernehmen alle gesetzlichen Krankenkassen die Impfkosten“, sagt Rupprecht. Manche Krankenkassen zahlen die Impfung für alle Versicherten.

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