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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 07:17 Uhr

Ostholstein erwartet 850 Asylbewerber

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Arbeiterwohlfahrt will die Willkommenskultur in den Kommunen verbessern

Der Kreis Ostholstein erwartet in diesem Jahr mindestens 850 Asylbewerber, die in den Kommunen untergebracht werden müssen – eher werden es mehr. Das sagte Uwe Wille, Integrationsbeauftragter des Kreises Ostholstein, am Sonnabend in Malente. Dort beschäftigt sich die Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit der Situation von Flüchtlingen in Ostholstein und einer Verbesserung der Willkommenskultur.

„2014 nahmen Kommunen in Ostholstein noch 566 Asylbewerber auf, in diesen Jahr sind es schon 162 Menschen, die aus der Erstaufnahme in Boostedt nach Ostholstein gekommen sind“, rechnete Wille den knapp 80 Interessierten vor. Die Gemeinde Malente musste in diesem Jahr bisher 17 Asylbewerber aufnehmen. Uwe Wille weiter: „Die Malenter müssen mindestens noch mit 25 weiteren Aufnahmen rechnen.“

Nach Darstellung von Bürgermeister Michael Koch leben aktuell etwa 50 Asylbewerber in der Gemeinde Malente – nur wenige in Gemeinschaftsunterkünften, die meisten in Wohnungen im Gemeindegebiet. Koch rechnet in diesem Jahr mit über 70 Aufnahmen: „Das wird nun aber langsam zu einem Problem“, sagte der Bürgermeister. Bisher habe die Gemeinde auf dem freien Wohnungsmarkt Glück gehabt. Doch langsam werde es eng in der Gemeinde Malente.

Dabei sei der Vorlauf auch nur sehr kurz: „In Boostedt fehlen Fachkräfte und dann geht es schnell in die Kreise und Gemeinden.“ Dort gebe es aber auch keine Fachkräfte. Michael Koch rechnete vor, dass fast eine Drittel Vollzeitstelle in der Gemeindeverwaltung mit den Asylbewerbern beschäftigt sei. Zeit, die die Verwaltung irgendwo herholen müsse. Die Zuschüsse reichten aber für die Arbeit nicht aus.

Michael Koch sprach sich für ehrenamtliche Paten aus, die sich der Asylbewerber annehmen und ihnen die ersten Schritte in ihrem neuen Leben erleichterten. So soll in Malente in etwa zwei Wochen auf Initiative der Awo ein runder Tisch gegründet werden, kündigte der Awo-Vorsitzende Hans-Jürgen Weber an. Am Sonnabend trugen sich spontan 37 Interssierte ein.  
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erstellt am 21.Feb.2015 | 12:35 Uhr

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