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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 14:07 Uhr

„Ostholstein, erlebbar für alle“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Freude bei der Lebenshilfe: Finanzierung des kreisweiten Inklusionsprojekts durch die Aktion Mensch für drei Jahre gesichert

von
erstellt am 13.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Menschen mit körperlichen und mentalen Handicaps sollen leichter als bisher Zugang zum gesellschaftlichen Miteinander finden. Dafür soll das Projekt mit dem Titel „Ostholstein, erlebbar für alle – bereit für Inklusion und Barrierefreiheit“ die Wege ebnen. Eine kräftige Förderung durch die Aktion Mensch ermöglicht jetzt weitere Schritte dazu.

Konkret: Die Aktion Mensch steuert 236 367 Euro zu den Gesamtkosten in Höhe von rund 280 000 Euro bei, die für das Projekt bis Ende 2016 veranschlagt sind. Auf der Basis wurde jetzt eine Projektleiterin eingestellt: Die Sozialwissenschaftlerin Lena Middendorf wird am 1. Januar 2014 ihre Tätigkeit aufnehmen. Sie hat bereits Erfahrungen mit Inklusionsprojekten im Rahmen der Initiative „alle inklusive“ des Landes Schleswig-Holstein.

Ihre Aufgabe wird es sein, den Prozess des Umdenkens in den Städten und Gemeinden zu moderieren, Expertenteams vor Ort zu schaffen, an denen insbesondere Menschen mit Behinderung als Experten in eigener Sache beteiligt sind. Zudem soll sie Maßnahmepläne der Gemeinden sowie eines kreisweiten Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention begleiten.

Zu den ersten Initiativen der 51-Jährigen wird die Organisation der Ausbildung von Personen gehören, die als Experten in eigener Sache im Rahmen des Projektes Gemeinden und Unternehmen als Ansprechpartner und Berater zum Thema „Barrierefreiheit“ zur Verfügung stehen. „Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben, sich als ehrenamtliche Experten ausbilden zu lassen, können sich ab 6. Januar 2014 unter der Telefonnummer 0451/ 2900114 melden. Darüber hinaus freuen wir uns, wenn weitere Netzwerkpartner aus Gemeinden, Unternehmen und Institutionen Interesse am Thema haben und den Kontakt zu uns suchen“, so Lena Middendorf.

In einer Vorphase des Projekts hatte die Lebenshilfe Ostholstein die Idee bereits gemeinsam mit vielen in Ostholstein tätigen Institutionen öffentlich vorgestellt und Kooperationspartner, darunter die Gemeinden Ratekau und Bosau, die Stadt Oldenburg, die Aktivregion Wagrien-Fehmarn, das Gesundheitsnetz östliches Holstein sowie die Tourismusagentur Schleswig-Holstein gewonnen.

„Ein barrierefreies Ostholstein ermöglicht nicht nur Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Ein Abbau von Barrieren kommt immer uns allen zugute und ist in Anbetracht der wachsenden Zahl älterer Gäste ein echtes Qualitätskriterium für Ostholstein als Urlaubs- und Gesundheitsregion“, so Susanne Voß, Vorstand der Lebenshilfe Ostholstein.


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