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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 09:26 Uhr

Organisationstalent ist vor allem gefragt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Alexandra Griebsch hat den Aufbau der Flüchtlingshilfe in Süsel übernommen

von
erstellt am 29.Sep.2015 | 12:37 Uhr

Die neue Aufgabe kam überraschend: Seit
Mitte August ist Alexandra Griebsch für die Flüchtlingsbetreuung in der Gemeinde Süsel zuständig. Zehn ihrer 39 wöchentlichen Arbeitsstunden, die sie bei der
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Ostholstein (BQOH) leistet, soll sie für diese neue Funktion verwenden „Zehn Stunden reichen am Anfang natürlich nicht“, hat sie schon festgestellt.

In den ersten Wochen gehe es um den Aufbau von Strukturen und das Organisieren von ehrenamtlichen Helfern. Bislang stand Alexandra Griebsch noch mit am Eutiner Bahnhof, wenn Flüchtlinge mit dem Zielort Süsel ankamen: Vier Flüchtlinge aus dem Iran, die in Süsel untergebracht wurden, waren die ersten, eine vierköpfige Familie aus Syrien mit dem Zielort Zarnekau kam vergangene Woche.

Mit Flüchtlingen und Helfern gemeinsam erledigte Alexandra Griebsch die ersten Behördengänge nach der Ankunft: Ausländeramt, Ordnungsamt und Jobcenter sowie die Eröffnung eines Bankkontos sind die ersten Stationen, sie kaufte mit ihnen ein und brachte sie in die Wohnung. Diese Aufgaben sollen bald freiwillige Helfer allein erledigen. „Aber die müssen erst mal wissen, was zu tun ist.“

In Süsel und Zarnekau sind die ersten Helfernetze geknüpft, auch in anderen
Orten laufen entsprechende Vorbereitungen. Für Fragen ist Alexandra Griebsch unter einer Mobilfunknummer zu erreichen. Außerdem hat sie eine feste Sprechstunde im Rathaus in Süsel, da ist sie dienstags von 9 bis 12 Uhr zu erreichen.

Von Organisation versteht die 34-Jährige etwas. Bei der BQOH, einer Gesellschaft des Kinderschutzbundes Neustadt, trägt sie den Titel Bewerbungsmanagerin. Sie betreut ein Projekt, bei dem Langzeitarbeitslose zu Rangierbegleitern ausgebildet werden und damit fast eine Arbeitsplatzgarantie haben. Sie war an dem Vorhaben „Arbeit für Alleinerziehende“ beteiligt und aktuell an einem Projekt, das Frauen aus zugewanderten Familien einen Einstieg in das Berufsleben ermöglichen soll. Damit wird der verheirateten Mutter eines elfjährigen Sohnes auch ohne die neue Aufgabe in der Gemeinde Süsel nicht langweilig.

Vorerst hat sie freilich mit der Organisation der Flüchtlingshilfe in den 15 Dörfern der Gemeinde gut zu tun, begleitet den Bürgermeister bei Veranstaltungen in den Osten, hilft ehrenamtlichen Betreuern bei der Besorgung von notwendigen Dingen für die Flüchtlinge und knüpft Kontakte. Bleibt die spannende Frage, wann für diese Aufgabenfülle mal zehn Stunden pro Woche reichen werden?

Alexandra Griebsch ist unter der
Mobilfunknummer 0170/7951415 zu erreichen. Außerdem hält sie dienstags von 9 bis 12 Uhr im Rathaus Süsel, An der Bäderstraße 64, eine Sprechstunde ab.

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