Ordnung im Schlossgarten

Stiftung Schloss Eutin will täglichen Zugang befristen

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26. August 2011, 08:37 Uhr

eutin | Die seit Jahren geführte Diskussion, wie dem Vandalismus in dem als Denkmal geschützten Schlossgarten Einhalt geboten werden kann, nähert sich der Entscheidungsreife. Die Stiftung Schloss Eutin hat der Stadt jüngst den Entwurf einer Gartenordnung übermittelt, über die demnächst in den politischen Gremien beraten werden soll.

In der Präambel wird auf die historische Besonderheit des Eutiner Schlossgarten hingewiesen. "Als Stätte der Ruhe und wegen der besonderen Schönheit seiner Anlage" sei er ein Kulturdenkmal hohen Ranges und als solches zu erhalten. Dreh- und Angelpunkt dafür ist nun die

Absicht, den Schlossgarten künftig nur noch von 6 Uhr früh bis 22 Uhr am Abend öffentlich zugänglich zu machen. Ausnahmen sind in der Festspielzeit und bei anderen Veranstaltungen möglich.

Verboten werden sollen laut Entwurf der neuen Gartenordnung der Verzehr von Alkohol, offenes Feuer und auch das Radfahren auf den meisten Wegen. Wer im Schlossgarten ein Picknick plant, soll bei der Stiftung eine entsprechende Genehmigung einholen.

Eine erste Beratung darüber ist im Hauptausschuss geplant, bevor die Stadtvertretung zu dem Thema Stellung nimmt. Die Stadt hat als Vertragspartner der Stiftung Schloss Eutin in Sachen Gartenpflege rund ums Schloss - dafür wendet die Stadt jährlich rund 150 000 Euro auf - ein Mitbestimmungsrecht für die Gartenordnung.

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