Eutiner Festspiele : Oper muss weiter ums Geld vom Kreis zittern

Der Kreis Ostholstein zögert mit der Überweisung von zusätzlichen 30.000 Euro, die im Oktober von den Eutiner Festspielen zur Deckung ihres Saisonverlustes erbeten wurden.

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09. Dezember 2009, 11:58 Uhr

eutin | Der Hauptausschuss des Kreises vertagte gestern nach über einstündiger Beratung in großer Runde eine Entscheidung über die Freigabe des Extra-Zuschusses. "Wir machen uns die Sache wirklich nicht leicht. Aber wir brauchen endgültige Zahlen von den Festspielen, um sicherzustellen, dass die vier vom Kreistag gestellten Bedingungen für die Auszahlung der 30.000 Euro auch erfüllt sind. Diese Bedingungen können wir im Hauptausschuss nicht unterlaufen", erklärte der Sitzungsleiter Günter Tomaschewski vor der Presse.

Der CDU-Politiker hatte als Sitzungsältester die Gesprächsführung, weil der bisherige Ausschussvorsitzende Ulrich Rüder bereits zurückgetreten und sein Nachfolger Timo Gaarz (beide CDU) erst in der anschließenden Sitzung des Kreistages gewählt werden sollte. Im Kreistag selbst sollte auf Wunsch aller Fraktionen das Thema gestern nicht weiter behandelt werden, weil die Informationslage für die meisten Abgeordneten noch nicht hinrichend sei.
So stehe für die Politiker noch nicht fest, ob der Kreiszuschuss reiche
Tomaschewski kündigte an, dass die Fraktionen sich intern weiter mit der Sache befassen und dann möglicherweise kurzfristig eine weitere Sitzung des Hauptausschusses einberufen würden. Ob dies noch vor Jahresende geschehen könne, ließ Tomaschewski offen. Denkbar sei auch, dass erst die für den 18. Januar geplante Gesellschafterversammlung bei den Festspielen abgewartet werde, weil dort weitere Klarheit über die Finanzlage der Oper auch des kommenden Jahres zu erwarten sei.
Diese Klarheit sei im Hauptausschuss noch nicht zu erreichen gewesen, machte Tomaschewski klar. So stehe für die Politiker noch nicht fest, ob der Kreiszuschuss reiche, das Defizit der Oper aus 2009 zu decken.

Dies war eine der Bedingungen des Kreistages. Noch aber rechnet man in der Opernscheune mit einem sechsstelligen Bilanzverlust für dieses Jahr. Die Position der Festspiele im Hauptausschuss vertraten die Aufsichtsratsmitglieder Berthold Brattig und Prof. Inge-Susann Römhild.

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