„Ohne Internet geht gar nichts“

Zukünftig ist der Dorfvorstand mit Rolf Forst, Marion Klindt-Rönnfeldt, Susanne Damlos, Alexa Ostowicz, Ulrich Grage und Martin Syring (von links) Ansprechpartner für die Sielbecker.
Foto:
Zukünftig ist der Dorfvorstand mit Rolf Forst, Marion Klindt-Rönnfeldt, Susanne Damlos, Alexa Ostowicz, Ulrich Grage und Martin Syring (von links) Ansprechpartner für die Sielbecker.

Kein WLAN: Gäste sagen ab / Sielbecker fordern schnellen Anschluss an Breitbandversorgung / Martin Syring bleibt Dorfvorsteher

shz.de von
16. Juli 2015, 12:49 Uhr

Die Sielbecker wollen möglichst rasch bessere Intenetverbindungen. Das war ein Hauptthema für die rund 40 Bürger, die an der Dorfschaftsversammlung im „Uklei Fährhaus“ teilnahmen. Darüber geriet die Wahl eines neuen Vorstands, den weiterhin Martin Syring anführt, fast zur Nebensache.

In seinem Jahresbericht verwies Syring darauf, dass in der Straße Zum Seeblick das Freischneiden überwachsender Büsche und das Reinigen der Ablaufrinne durch den Bauhofes immer noch nicht zufriedenstellend klappe. Das Überholverbot beim Obstgut Schönborn auf der Landesstraße von Sielbeck nach Eutin solle im August aufgehoben. Syring regte an, dass die Stadt wegen der vielen Feiern mit Lagerfeuer am Hamburger Strand, bei denen viel Müll hinterlassen werde, ein Verbotsschild im Kalkhüttenweg aufstellen sollte.

Das Thema „Schnelles Internet“ erregte die Sielbecker Gemüter. Von schnell könne in Sielbeck mit Geschwindigkeiten zwischen 600 und 1000 kB keine Rede sein. Vor allem für touristische Anbieter sei die Situation nicht tragbar. „Bei uns wurde eine Tagung abgesagt, weil wir kein WLAN haben“, zeigte sich Wolfgang Nittritz vom „Uklei Fährhaus“ unzufrieden. Auch für kleinere Vermieter sei das langsame Internet ein Ausschlusskriterium für Urlauber. „Ohne Internet geht gar nichts“, formulierte es Elisabeth Scheer.

Mit Blick auf die Dorfschaft Fissau, die von den Stadtwerken Eutin (SWE) als Pilotprojekt ab Anfang 2016 auserkoren wurde, stand die Frage im Raum, wann Sielbeck einen schnellen Zugang ins weltweite Web erhalte. Der Ausbau in Sielbeck und Sielbecker Moor sei nach der Fertigstellung in Fissau geplant, allerdings erst nach der Landesgartenschau, klärte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz auf. Der Verwaltungschef empfahl, schon jetzt die Umfrage zu starten, wer sich an dem SWE-Angebot der Breitbandversorgung beteiligen wolle. Bei einer Beteiligung von 60 Prozent der Haushalte würden die Anschlusskosten in Höhe von 800 Euro wegfallen. Eine Informationsveranstaltung für die Fissauer Dorfschaft findet am 9. September um 19 Uhr im Gasthaus Wittenburg statt, bei der sich auch die Sielbecker informieren könnten, so Schulz.

Außerdem monierten die Anwesenden die schlechten Busverbindungen zwischen Sielbeck und Eutin. Vor allem in den Ferien gebe es noch weniger Verbindungen, obwohl der Bedarf durch Urlauber sich erhöhe. Zurzeit werde die Überlegung eines Anrufbusses geprüft, sagte der Bürgermeister und kündigte eine Prüfung des Sielbecker Anliegens an. Auch Ideen wie die Etablierung eines Bürgerbusses wurden von den Anwesenden in Erwägung gezogen.

Über den derzeitigen Stand bei der Landesgartenschau (LGS) informierte der Geschäftsführer Martin Klehs. Er rief die Sielbecker Dorfschaft und Vereine sowie Einzelpersonen zum Mitmachen bei der LGS auf. Die nächsten Baustellenführungen würden am 7. August, 4. September und 2. Oktober stattfinden. Zwei weitere, extra für Kinder, werde es in den Sommerferien geben. Zugleich wies Klehs auf den Sonderverkauf der Dauerkarten zum Preis von 60 Euro ab Oktober hin.


zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen