zur Navigation springen

Neujahrsempfang in Süsel : Ohne Grußworte ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Süsel legt den Fokus des Empfangs im TSV-Heim auf die Ehrung sehr engagierter Ehrenamtler und Sportler.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 08:54 Uhr

Es geht auch ohne, dachten sich die Bürgermeister der Gemeinde Süsel und verlegten den Neujahrsempfang nicht nur ans Monatsende. Sondern sie strichen auch den üblichen Reigen von Grußworten. In den Fokus rückte die Gemeinde stattdessen Menschen, die sich im Ehrenamt enorm verdient gemacht haben, und erfolgreichen Sportlern.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Swantje Meininghaus dankte Antje und Dieter Wolgast, die seit 1988 die tragenden Säulen der Tischtennissparte als Leiter und Koordinierungsstelle im Spielbetrieb sind, wie es in der Laudatio hieß. Dieter Wolgast war bis 2015 insgesamt zwölf Jahre stellvertretender Vorsitzender, Antje Wolgast unterstützt seit 2002 bei Veranstaltungen im Vereinsheim.

Mit Spannung kann Fritz Vehres umgehen. Das beweist der Süseler seit 30 Jahren nicht nur als Vorsitzender der Niederdeutschen Bühne, sondern auch als Kulissenbauer und natürlich als Schauspieler. Er habe als Vorsitzender maßgeblich zum Erfolg der Bühne beigetragen, lobte Meininghaus.

Vor 20 Jahren gründeten Eltern die Kindertagesstätte Kunterbunt in Groß Meinsdorf. Der ehrenamtliche Verein leitet das Haus und entwickelte es in den Jahren weiter. Die Würdigung für alle, die jemals in der Vereinsführung engagiert waren, nahm Sonja Strube entgegen.

Das sportliche Augenmerk war auf zwei Mannschaften gefallen. Die Männliche C-Jugend Fußball im TSV Süsel wurde für ihren Erfolg in der Kreisklasse A gedankt. Der Kreismeister nahm die Ehrenurkunde in Mannschaftsstärke mit seinen Trainern Nicole Seifarth und Michael Boeckmann an. Die zweite Urkunde erhielten die Fußball-Herren der Spielvereinigung Bujendorf. Die Urkunde nahmen Trainer Andreas Pump und Kapitän Stefan Schmeißer entgegen. Alle Geehrten erhielten die Würdigung schwarz auf weiß, kleine Präsente oder Blumen und Einkauf- oder Essensgutscheine für Betriebe in der Umgebung.

Hausherr der Feier im TSV-Heim waren Geschäftsführer Peter Gau und Vorsitzender Holger Böttcher. Der Vereinschef warb für die sportlichen Vorzüge des Sportvereins – „wer etwas für sich tun möchte, dem bieten wir fachkompetente Beratung“ –, wies aber ebenso auf ein soziales Engagement an anderer Stelle hin: „Wir unterstützen die Gemeinde voll und ganz bei der Integration von Flüchtlingen.“ Der TSV sei mit rund 600 Mitgliedern eine feste Größe in der Gemeinde.

Zur Gästeschar gehörten nicht nur Vertreter von örtlichen professionellen wie ehrenamtlichen Organisationen. Die überregionale Politik vertraten neben anderen die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD), die Landtagsvizepräsidentin Marlies Fritzen (Grüne) und der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Lars Winter.

Meininghaus sprach die großen Aufgaben der Gemeinde an: In diesem Jahr erwartet Süsel offiziell 105 Flüchtlinge, die von Koordinatorin und Lotsen begleitet werden. „Ohne Sie kämen wir mit der Aufgabe nicht zurecht.“ Die Gemeinde rechnet in diesem Jahr mit einem Minus von 670  000 Euro bei einem Volumen von 7,1 Mio Euro.

Im Zuge der Debatte um die Ostküstenleitung will Süsel „Pilotgemeinde für Erdverkabelung“ werden. Die Gemeinde nimmt Anregungen der Bürger auf. Das Land ist gebeten worden, Varianten der Erdverkabelung zu prüfen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen