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Ostholsteiner Anzeiger

23. November 2017 | 17:23 Uhr

OGS: Stadt und Eltern müssen mehr zahlen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 00:16 Uhr

Immer mehr Eltern nutzen das Angebot der offenen Ganztagsschule (OGS), um ihre Kinder auch nach der Unterrichtszeit im Schnitt rund drei Stunden am Nachmittag betreuen zu lassen. Aus 285 Betreuungsstunden wurden 2016 schon 684 Betreuungsstunden, die die Johanniter-Unfallhilfe personell zu leisten hat. Tendenz steigend. Das hat auch Auswirkungen auf die Personalbedarf und damit auf die Kosten. 10,1 Vollzeitstellen wurden für die Betreuung in diesem Jahr laut Verwaltungsvorlage im Schulausschuss kalkuliert.

Im vergangenen Jahr sei laut Verwaltung der Krankenstand beim Personal sehr hoch gewesen, sodass weitere Mehrkosten entstanden sind, weil kurzfristig Aushilfen als Ersatz eingestellt werden mussten. Die Stadt Eutin trage den Großteil der Kosten, teilte Johanniter-Pressesprecher Malte Schierenberg auf Anfrage mit. Der Hauptausschuss stimmte im nicht-öffentlichen Teil den Mehrkosten von 69  000 Euro zu, die die Stadt den Johannitern für die Betreuung zusätzlich zu den schon kalkulierten 126  000 Euro nun zahlt. „Aber gleichzeitig beschloss die Stadt, dass die Beiträge für die Eltern um zehn Prozent erhöht werden sollen, damit der städtische Anteil nicht noch größer ausfallen muss“, sagte Schierenberg. Die neue Entgeltordnung gilt ab diesem Monat.

Ein Ganztagsplatz kostete bis zur Erhöhung am 1. Oktober 100 Euro (Betreuung vor und nach der Schule) plus 55 Euro Mittagessen. In der neuen Berechnung gibt es das „Rund-um-sorglos-Paket“ nun nicht mehr, denn für die Morgen- und Nachmittagsbetreuung muss nun separat gezahlt werden. Eine Betreuung von 7 Uhr bis 16 Uhr beispielsweise am Kleinen See kostet nun 125 Euro plus 60 Euro Mittagessen.

Besonders ins Gewicht fallen die Extra-Kosten für die Ferienbetreuung: Eltern zahlen pro Woche zusätzlich für ihre Kinder, die sonst OGS-Angebote nutzen, 20 Euro. Wollen Eltern Kinder betreuen lassen, die sonst nicht das Angebot der OGS nutzen, kostet das pro Kind und Woche 100 Euro. Schierenberg sagt: „Gerechnet auf eine 50-Stunden-Betreuung wie an der Blauen Lehmkuhle ist das mit zwei Euro pro Stunde minimal. Pädagogisches Fachpersonal ist teuer.“

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