Oberliga-Aufstieg ist möglich

Dieses Quintett hat mit dem PSV Eutin den Oberliga-Aufstieg im Blick (von links): Lotta Karp, Hannah Plath, Finja Freund, Julia Groszewski und Lucy Stock. Fotos: Susann Meyer
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Dieses Quintett hat mit dem PSV Eutin den Oberliga-Aufstieg im Blick (von links): Lotta Karp, Hannah Plath, Finja Freund, Julia Groszewski und Lucy Stock. Fotos: Susann Meyer

Turnerinnen des PSV Eutin stehen nach dem Landesliga-Wettkampf in Wedel überraschend an der Tabellenspitze

shz.de von
06. November 2018, 21:07 Uhr

Eigentlich hatten sich die Turnerinnen des Polizeisportvereins Eutin nur vorgenommen, dass sie nicht aus der Landesliga absteigen wollten. Dann kam vor dem zweiten von drei Wettkämpfen auch noch Verletzungspech hinzu, das für den Ausfall von Milena Schmidt und Kara Peglow sorgte. Doch mit Teamgeist und der erfahrenen Finja Freund, die in Flensburg studiert, aber sofort einsprang, als Not an der Frau war, bestätigten die PSV-Athletinnen die Form, die sie schon beim Auftaktwettkampf in Eutin gezeigt hatten – und führen die Tabelle an.

„Wir sind gut aufgestellt“, sagt PSV-Trainerin Susann Meyer. Die Eutiner haben für den Ligabetrieb drei Teams gemeldet, sodass alle Leistungsstufen zu ihrem Recht kommen. Die erste Mannschaft steht an der Landesligaspitze, die zweite hat berechtigte Hoffnungen die Verbandsliga zu halten und die dritte sammelt in der Kreisliga Lübeck Wettkampfpraxis.

Die Entscheidung über Meistertitel und Aufstieg von der Landes- in die Oberliga fällt am 17. November beim dritten und letzten Wettkampf in Kiel. Zurzeit liegt der SC Wentorf mit dem PSV gleichauf, beide trennen nur die Wettkampfpunkte. Dazu kommt als dritter Kandidat für die zwei Plätze in der Oberliga der TSB Flensburg. „Die drei Ersten der Tabelle liegen so dicht beieinander, dass beim letzten Wettkampf in Kiel noch alles mögliche passieren kann“, blickt Janina Peglow auf den 17. November, an dem die Entscheidung fällt. Sie trainiert die PSV-Sportlerinnen gemeinsam mit Susann Meyer. An jedem Wettkampftag dürfen die Teams jeweils fünf Turnerinnen an den Start bringen, an jedem der vier Geräte Sprung, Balken, Barren und Boden dürfen vier Sportlerinnen turnen, die drei besten Wertungen werden für das Mannschaftsergebnis berücksichtigt, die vierte Note wird gestrichen. An der Tabellenspitze stehen die Eutinerinnen und der SC Wentorf mit je 14 Ligapunkten, es folgt der TSB Flensburg mit 13. In Wedel erturnte sich der SC Wentorf den ersten Platz, dicht dahinter folgt der PSV Eutin, der TSB Flensburg wurde Vierter, hatte aber die Auftaktveranstaltung in Eutin gewonnen. „Alle drei Teams sind ungefähr gleich stark“, meint Janina Peglow. In der Oberliga, der höchsten Klasse in Schleswig-Holstein, werden höhere Anforderungen an die Sportlerinnen gestellt. „Das Programm entspricht dem, das auch bei Deutschen Meisterschaften und Olympischen Spielen verlangt wird“, berichtet Susann Meyer. Das heißt: Der Trainingsaufwand und der Schwierigkeitsgrad werden höher, andererseits mache es den Turnerinnen Spaß, wenn sie neue Übungen einstudieren. „Wir haben mit dem so guten Abschneiden nicht gerechnet. Alle haben sich sehr gefreut. Jetzt wollen wir auch in die Oberliga“, gibt Susann Meyer die Richtung vor.

In Wedel stellte der PSV Eutin die beste Einzelturnerin. Hannah Plath setzte sich hier mit 48,75 Punkten an die Spitze vor Emma Biemann vom SV Großhansdorf II mit 48,30 und Veronika Marohn vom TSB Flensburg mit 47,65 Zählern. Mit Julia Groszewski gelang einer zweiten PSV-Turnerin der Sprung unter die Top Ten. Sie erreichte 46,90 Punkte. Für die Eutinerinnen gingen Hannah Plath, Julia Groszewski, Lotta Karp, Lucy Stock und Finja Freund an die Geräte.

In der Verbandsliga wehrt sich der PSV Eutin II gegen den Abstieg. Von acht Teams müssen die letzten beiden den Weg in die Bezirksliga antreten. Die Eutinerinnen belegen nach zwei von drei Wettkämpfen den sechsten Rang, müssen aber noch zittern. Der PSV stellte mit der elfjährigen Phina Peglow eine der jüngsten Teilnehmerinnen. Beste Eutinerin war hier die 20jährige Betsy Klahr. Außerdem turnte der PSV II mit Muriel Sommer, Mieke Lux und Antonia Hofmann.

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