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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 16:49 Uhr

Nur durchschnittliche Leseratten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner Buchkäufer liegen im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld / Spitzenreiter in Ostholstein: Timmendorfer Strand

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2014 | 10:37 Uhr

Hand aufs Herz: Wie viel Geld geben Sie pro Jahr für Bücher aus? 36 Orte in Ostholstein hat das Bonner Unternehmen Nexiga für eine Umfrage unter die Lupe genommen. Ergebnis: Nur sechs davon liegen über dem Bundesdurchschnitt: Bad Schwartau, Dahme, Sierksdorf, Stockelsdorf, Timmendorfer Strand und Scharbeutz. Die Eutiner liegen mit 99,5 Prozent allerdings nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt und damit wie die meisten Ostholsteiner Orte im Mittelfeld. Schlusslicht in Sachen Buchkäufe ist Riepsdorf (76,6 Prozent des Bundesdurchschnitts). Sie gaben durchschnittlich 77,84 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr für Bücher aus – die Eutiner wiederum 101,13 Euro. Die größten Leseratten im Kreis Ostholstein scheinen jedoch in Timmendorfer Strand zu wohnen: 115,49 Euro wurden ermittelt als durchschnittliche Pro-Kopf-Investition.

Im bundesweiten Vergleich liegt Riepsdorf fast gleich auf mit den Schlusslichtern Zeitz und Eisleben in Sachsen-Anhalt. Sie gaben durchschnittlich 78 Euro pro Kopf für Bücher aus.

Die 21 700 Einwohner von Bad Soden am Taunus haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 158 Euro pro Kopf für Bücher ausgegeben. Danach folgten nach der Erhebung von Nexiga die Einwohner von Bad Homburg vor der Höhe und die von Ingelheim am Rhein mit 154 Euro.

Deutschlandweit zeigt sich bei den Buchkäufen ein Gefälle ähnlich der Kaufkraft-Verteilung insgesamt, sagte ein Sprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Frankfurt. Am meisten Geld werde in den Ballungsräumen wie Frankfurt am Main, München, Stuttgart, Köln und Hamburg für Bücher ausgegeben. Die Bürger in den östlichen Bundesländern geben weniger Geld für Bücher aus, hier rage nur der Speckgürtel um Berlin über den Bundesdurchschnitt heraus, hieß es weiter.

Generell lieben Frauen Bücher weiterhin mehr als Männer: 67 Prozent der Frauen haben im vergangenen Jahr nach einer Allensbacher Marktanalyse mindestens ein Buch gekauft, aber nur 53 Prozent der Männer. Bei beiden Geschlechtern nahm die Kaufgruppe um einen Prozentpunkt zu. Auch bei der Buchnutzung zeigte sich der Unterschied der Geschlechter: 46 Prozent der Frauen gaben gegenüber 30 Prozent der Männer an, täglich oder mehrmals in der Woche nach einem Buch zu greifen – wobei das zur Verfügung stehende Einkommen jeweils eine große Rolle spielt.

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