Nur die Lady fehlt noch

Präsentieren das Symbolbild von „My Fair Lady“: Die Bühnenbildner von der Hamburgischen Staatsoper (von links) Frank Schmidt, Natalia Vottariello, Michael Baltzer und Petra Schoenewald.
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Präsentieren das Symbolbild von „My Fair Lady“: Die Bühnenbildner von der Hamburgischen Staatsoper (von links) Frank Schmidt, Natalia Vottariello, Michael Baltzer und Petra Schoenewald.

Intendantin Dominique Caron und Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog begrüßten gestern die Solisten für „My Fair Lady“

shz.de von
10. Juni 2018, 12:59 Uhr

Ein wohlgeformter Mund mit roten Lippen in vielen Variationen: Das ist das Symbolbild der Musical-Inszenierung „My Fair Lady“, die am Freitag, 6. Juli, um 20 Uhr bei den Eutiner Festspielen auf der Freilichtbühne im Schlosspark Premiere feiern wird. Bühnenbildner der Hamburgischen Staatsoper präsentierten gestern Vormittag großformatige Bilder der Münder auf der Festspielbühne, wo Intendantin Dominique Caron und Festspiele-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Falk Herzog zuvor die Solisten des Stücks begrüßt hatte – mit einer, allerdings gewichtigen, Ausnahme: Désirée Brodka werde erst in einigen Tagen zu den übrigen Solisten hinzustoßen, kündigte Dominique Caron an.

Die Sängerin schlüpft in die Rolle der frechen, aber außergewöhnlichen Blumenverkäuferin Eliza Doolittle, die bekanntlich zum Objekt einer Wette zwischen Phonetikprofessor Henry Higgens (Guido Weber) und dessen Freund, Oberst Pickering (Claus J. Frankl) wird. Binnen sechs Monaten will er aus dem ungebildeten Mädchen, deren schöner Mund bisweilen derbe Worte formt, eine feine Dame machen, die in der gehobenen britischen Gesellschaft bestehen kann. Das macht einige Sprechübungen erforderlich.

Falk Herzog sprach bei der Begrüßung von großen Erwartungen, die in der bevorstehenden Spielzeit auf den Festspielen lasteten. Dies liege einerseits an den erhöhten Zuschüssen vom Land, andererseits aber auch an dem Vertrauensvorschuss, den das Publikum den Festspielen gewähre. „Wir steuern auf 50 Prozent im Kartenvorverkauf zu“, berichtete Herzog. „Das ist schon etwas Historisches für Eutin.“ Er sehe daher großes Potenzial für die ein oder andere ausverkaufte Vorstellung, zeigte sich aber auch optimistisch ob der Ansprüche: „Ich bin mir sicher, dass wir die Erwartungen erfüllen können.“

Die öffentliche Generalprobe des von Hardy Rudolz inszenierten Stücks „My Fair Lady“ steht am Mittwoch, 4. Juli, auf dem Programm. Nach der Premiere am 6. Juli sind bis einschließlich 22. August neun weitere Aufführungen geplant. Das zweites Stück, Verdis „La Traviata“ unter Regie von Dominique Caron, feiert am Freitag, 20. Juli, um 20 Uhr Premiere. Insgesamt sind sechs Aufführungen geplant. Der Gala-Abend zum Finale der Spielzeit findet am Freitag, 31. August, ab 20 Uhr statt.

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