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Nord-Krankenhäuser müssten 22 Millionen Euro mehr erhalten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 12.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Die finanzielle Benachteiligung der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein gegenüber den Kliniken in allen anderen Bundesländern ist größtenteils nicht gerechtfertigt. Das geht aus einer lange unter Verschluss gehaltenen Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Der Untersuchung zufolge gibt es kaum Argumente dafür, dass die Vergütungen von Klinikleistungen von Land zu Land unterschiedlich und im Norden besonders niedrig sind. Das Auseinanderklaffen sei zu „mindestens zwei Dritteln“ auf „ökonomisch nicht begründbare Unterschiede zurückzuführen“, heißt es in der Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Für Schleswig-Holstein ist das eine gute Nachricht – denn die neue Erkenntnis dürfte dazu führen, dass die Kliniken im Land künftig jedes Jahr 22 Millionen Euro mehr von den Kassen erhalten als bisher. Grund ist der frisch ausgehandelte Koalitionsvertrag von Union und SPD: Demnach sollen die für die Honorierung ausschlaggebenden „Landesbasisfallwerte“ so weit angeglichen werden, dass keine unbegründbaren Unterschiede zwischen den Ländern mehr berücksichtigt werden, sondern nur noch solche, die auf „Besonderheiten in der Versorgungs- und Kostenstruktur oder unterschiedlicher Umsetzung gesetzlicher Verpflichtungen“ beruhen. Für Studienautor Boris Augurzky ist damit klar: „Wenn Union und SPD die Ankündigung ernst meinen, könnten die beobachteten Unterschiede bei den Landesbasisfallwerten um bis zu zwei Drittel schrumpfen.“

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