Noch Geld im Topf für Belt-Projekte

Schach-Vergleichskampf zwischen Schwartau und Maribo.
Schach-Vergleichskampf zwischen Schwartau und Maribo.

„Kulkit“ will internationale Zusammenarbeit fördern

shz.de von
26. Januar 2017, 17:49 Uhr

Für die Belebung der Grenzregion ist im Januar 2016 das Interreg-Projekt „Kultkit“ mit einem Topf von über 200  000 Euro für Aktivitäten über den Fehmarnbelt hinweg aufgelegt worden. 15 sogenannte „Mikroprojekte“ in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung und Freizeit seien bislang in einer Höhe von insgesamt 50  000 Euro bewilligt worden, berichtet Carina Leonhardt, Sprecherin der Kreisverwaltung.

Ein Beispiel: Der Schachverein Bad Schwartau organisierte einen Vergleichskampf mit dem dänischen Skakklub in Maribo, der Gegenbesuch in Bad Schwartau erfolgt diesen Sommer. Die bisher größte Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern war ein „Deutsch-dänisches Sportabzeichenfest“ auf Fehmarn im September.

Das Projekt kultkit fördert neben grenzüberschreitenden Vereinsaktivitäten auch Initiativen von Bürgern, Kulturakteuren und Künstlern sowie besonders auch Schulaustausche. Voraussetzung sei, dass es sich um neue und innovative Aktivitäten zwischen mindestens einem deutschen und einem dänischen Partner handele.

Aus dem Mikroprojekte-Pool würden beispielsweise Reise- und Unterbringungskosten gefördert, sowohl für Tagesveranstaltungen wie auch für mehrtägige Austausche sowie längerfristige Kooperationen wie ein Kleingärtnerprojekt „Hibiskus“ zwischen Ratekau und Lolland mit der Insel Fejø. Auch für ein erstes Kennenlern-Treffen von potenziellen Projektpartner würden Reisekosten übernommen.

Diese attraktive Förderung mit seinem schlanken Antragsverfahren sei in der Region einmalig. Die Erfahrung zeige bis jetzt, dass gerade von mehrtägigen Mikroprojekten vor allem Kinder und Jugendliche profitierten, denn die Unterbringung in Gastfamilien fördere die interkulturelle Kompetenz und das Verständnis und Wissen über die andere Region, Kultur und Sprache – alles wichtige Ziele des Programmes.

Noch seien ausreichend Fördermittel vorhanden, sie sollten möglichst bis zum Sommer 2018 verbraucht werden. Zur Kultkit-Partnerregion gehören neben dem Kreis Ostholstein die Stadt Fehmarn, der Kreis Plön und die Hansestadt Lübeck, in Dänemark die Kommunen Lolland, Guldborgsund, Vordingborg und Næstved.

Beim Kreis Ostholstein ist Nathalie Ard im Fehmarnbelt-Büro unter info@feh marnbelt-portal.de oder Tel. 04521/788-275 für die Projektberatung zuständig. Mehr Informationen gibt es im Internet.

>Info: www.kultkit.eu



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