zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 18:08 Uhr

Nistkästen-Reinigung im Spätherbst

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In der Regel genügt es, das Nest zu entfernen / Mögliches Umhängen des Brutkastens an einen anderen Ort wird ebenso in dieser Jahreszeit empfohlen

Nicht zuletzt haben die alarmierenden Berichte über das Artensterben unser heutiges Verhältnis zu freilebenden Vögeln grundlegend verändert. Mittlerweile steht die Erhaltung und Förderung der natürlichen Artenvielfalt im Mittelpunkt – und zwar bei uns als auch weltweit. Diese Einsicht ist für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in den Vordergrund gerückt.

Vogelschutz wird in unseren Breiten vom einzelnen Bürger zunächst durch eine ganzjährige Fütterung und durch die Bereitstellung von Nistkästen verstanden. Der Spätherbst ist die günstigste Zeit, um festzustellen, was alles im Kasten gebrütet hat, wenn man es nicht zum Beispiel im eigenen Garten bereits beobachten konnte. Aber Vorsicht: Eine Reinigung sollte nur dann erfolgen, wenn keine Nachmieter, wie Hummeln, Nager oder Fledermäuse, anwesend sind.

In der Regel genügt es, das alte Nest zu entfernen. Bei einer stärkeren Verschmutzung kann man den Kasten mit einer Bürste ausschrubben. Ein Einweichen in einer manchmal empfohlenen Soda-Lauge oder die Anwendung von Desinfektionsmitteln oder gar Insektiziden ist meistens schädlich und überflüssig. Wenn man dagegen eine Zeitungsseite brennend in den Kasten schiebt und kontrolliert abbrennen lässt, sind Parasiten und spätere Quälgeister der Vögel weitgehend vernichtet. Dies reicht für einen optimalen Schlafplatz für die Vögel im Winter und die neue Brut im Frühjahr aus.

Der Spätherbst bietet sich auch an, um über ein eventuelles Umhängen des Kastens nachzudenken – zumal wenn sich in der Saison kein Höhlenbrüter dort niedergelassen hat. Auch wenn in der Natur nicht alle Astlöcher und Mauernischen eine optimale Ausrichtung für das Brutvogelpaar darstellen, so sollte versucht werden, mit künstlichen Hilfen erkennbar optimale Grundbedingungen zu schaffen. Dazu gehören etwa die Ausrichtung entgegen der Wetterseite, zeitweise erwartete Beschattung durch Laub, dennoch freie Anflugmöglichkeit und leichte frontale Neigung, damit Wasser abtropfen kann.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen