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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 20:44 Uhr

Niklas Sagawes Höhenflug

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Leichtathletiktalent des PSV Eutin verbessert bei den deutschen U20-Meisterschaften seine Bestmarke im Hochsprung auf 2,03 Meter

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 22:17 Uhr

Mit einem überraschenden Erfolg kehrte Niklas Sagawe vom Polizei SV Eutin von den deutschen U20-Jugendmeisterschaften aus dem Glaspalast zurück. Im Hochsprung steigerte er seine persönliche Bestleistung um drei Zentimeter auf 2,03 Meter und wurde mit dem fünften Platz belohnt. Dagegen endeten die Titelkämpfe für Jonas Langbehn vom Bosauer SV unerwartet, denn er blieb beim Stabhochsprung ohne gültigen Versuch.

Niklas Sagawe hatte im Januar erstmals die für die Teilnahme geforderte Qualifikationshöhe von 1,99 Metern übersprungen, steigerte sich vor zwei Wochen im Rahmen der Landesmeisterschaften im Mehrkampf auf genau zwei Meter. „In den letzten Wochen habe ich gut trainiert und ich fühle mich fit“, meinte Sagawe, der locker in den ersten großen Wettkampf seiner Laufbahn ging. Insgesamt nahmen weitere zehn Springer den Wettkampf auf. Sie hatten fast alle bereits größere Höhen als der Eutiner übersprungen. Über 1,85 Meter, 1,90 Meter und 1,95 Meter floppte er gleich im ersten Versuch und fand gut in den Wettkampf hinein. Als seine Bestleistung von 2,00 Meter aufgelegt wurde, fiel die Latte sowohl im ersten als auch im zwei-ten Versuch. Doch der 16-Jährige steigerte noch einmal Anlauf- und Absprunggeschwindigkeit und floppte über die Höhe. Jetzt waren noch neun Hochspringer dabei, die 2,03 Meter in Angriff nahmen. Und nur fünf schafften es: unter ihnen war Niklas Sagawe, der die Höhe im zweiten Versuch meisterte. „Fast hätte ich auch noch die 2,06 Meter geschafft, da habe ich im letzten Versuch die Latte nur mit der Hacke von den Auflegern geholt“, sagte er aber keineswegs enttäuscht.

„Als einer der jüngsten Springer im Feld der Hochspringer hat er sich toll geschlagen, war sogar Bester der U18-Jugendlichen“, ordnete Trainer Michael Wormeck die Leistung ein. Der Sieg ging an den Rosenheimer Lucas Mihota, der in einer eigenen Liga sprang und mit 2,20 Metern die Goldmedaille holte. Bronze gab es schon für übersprungene 2,06 Meter.

Dem U18 EM-Teilnehmer des Vorjahres im Stabhochsprung, Jonas Langbehn, fehlte im Wettkampf noch die Routine. „Ich will einfach sehen, wo ich stehe“, sagte er. Er wolle bei seiner ersten deutschen Meisterschaft eine passable Leistung zeigen. Doch im Glaspalast lief es schon das Einspringen nicht optimal. „Er ist dann doch noch nicht den harten Wettkampfstab gesprungen und ist im ersten Versuch an der Anfangshöhe von 4,40 Metern gescheitert“, beschrieb Landestrainer Hinrich Brockmann den Wettkampfbeginn.

Als Jonas Langbehn den Stab wechselte und auch im zweiten Versuch die Latte fiel, kam alles auf den letzten Versuch an. Und hier erlebte Langbehn, wie dicht Glück und Pech zusammenliegen. Die Zuschauer pushten ihn mit rhythmischem Klatschen im Anlauf und endlich gelang ihm ein fast optimaler Sprung. „Er hatte die Latte deutlich überquert und lag schon auf der Matte“, schildert Brockmann die Situation. Nachdem sich der Stab entspannt hatte, wackelte er etwas und fiel gegen die Latte, die dann herunter fiel. Hätte sie auf 4,50 Metern gelegen, wäre der Stab unter der Latte durchgefallen. Aus der Traum vom weiteren Wettkampf, Jonas Langbehn blieb ohne gültigen Versuch und schied aus.

Hinrich Brockmann sagte: „Wir müssen das jetzt in Ruhe analysieren. Jonas hat im Winter zwei Wettkämpfe gemacht, er ist bei beiden ohne gültigen Versuch geblieben. Ich wünsche ihm, dass er aus den Fehlern lernt und gestärkt aus der Situation herauskommt. Denn springen kann er ja, das haben alle gesehen.“

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