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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 09:52 Uhr

Niedrigste Arbeitslosenzahl seit 1993

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Arbeitsagentur stellt Mai-Bilanz vor / Beschäftigung steigt seit 2009 kontinuierlich an / Programm für Langzeitarbeitslose

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 17:49 Uhr

Erneut meldet die Arbeitsagentur „gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt“: „Wir verzeichnen im Kreis Ostholstein die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Mai seit 1993. Die Beschäftigung steigt seit 2009 kontinuierlich an“, sagte Margit Haupt-Koopmann (Foto), Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, gestern in Eutin bei der Vorstellung der Mai-Bilanz. „Wir haben einen richtig robusten Arbeitsmarkt“, freute sich Haupt-Koopmann angesichts von „nur“ 89  900 Arbeitslosen in Schleswig-Holstein. Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren 14  752 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 656 (4,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 631 (4,1 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat und zum Vorjahr auf 6,8 Prozent zurück. Zum Vergleich: Landesweit liegt die Arbeitslosenquote bei 5,9 Prozent, der Vorjahreswert betrug 6,2 Prozent.

„Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich fortgesetzt. Seit 24 Jahren haben wir keine so günstigen Bedingungen gehabt“, bilanzierte Markus Dusch (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck. Im Kreis Ostholstein waren Ende Mai 5134 Arbeitslose gemeldet, so Dusch. Dies sei ein Rückgang von 412 oder 7,4 Prozent. „Das war der stärkste Rückgang im Landesgebiet“, sagte Dusch. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat auf 5,0 Prozent zurück (Vorjahr 5,2 Prozent).

Laut der aktuellsten Daten haben 59  589 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Ende September 2016 im Kreis Ostholstein gearbeitet, ein Plus von 1565 oder 2,7 Prozent. Die Entwicklung fiel stärker als im Bundesgebiet (plus 2,2 Prozent) und ähnlich gut wie in Schleswig-Holstein (plus 2,8 Prozent) aus.

Zum Vergleich ein Blick in den Kreis Plön: Hier wurden am Monatsende 3135 arbeitslose Menschen gezählt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosigkeit um 382 oder 10,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 4,8 Prozent (Vorjahresmonat 5,4 Prozent). „Der Trend bleibt somit weiterhin positiv. Zuletzt war die Zahl der arbeitslosen Menschen in Plön vor 25 Jahren niedriger“, sagte Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel. Besonders bemerkenswert findet sie, dass erstmals seit vielen Jahrzehnten die Arbeitslosenquote mit 4,8 Prozent deutlich unter der Fünf-Prozent-Marke geblieben sei. „Damit reiht sich der Kreis Plön ‚in dieser Disziplin‘ nahtlos in die starken Ergebnisse der Kreise im ,Hamburger Speckgürtel‘ ein“, sagte Eylander. Lediglich in den Kreisen Stormarn seien mit 3,3 Prozent und Segeberg mit 4,5 Prozent noch bessere Ergebnisse erzielt worden.

Mit Blick auf den Kreis Ostholstein verzeichnete die Arbeitsagentur Eutin im Mai 1661 Arbeitslose. Ihre Zahl ging um 97 (5,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 106 (6,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,8 Prozent (Vorjahr 7,3 Prozent).

Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 90 (11,8 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 30 (4,3 Prozent) auf 674 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,1 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent).

Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im Mai 1306 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 177 oder 11,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 20 oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,1 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent).

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 36 (5,2 Prozent) auf 655 Personen gefallen. Das waren 6 (0,9 Prozent) Frauen und Männer mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 4,2 Prozent.

Als „großes Potenzial für Arbeitgeber“ bezeichnete Haupt-Koopmann wiederum die rund 32  000 Langzeitarbeitslosen im Land. Jedoch seien nur 40 Prozent der Unternehmen bereit, diese einzustellen. Ein Förderprogramm soll dabei helfen (siehe Artikel rechts).

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