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Nickel warnt die Stadt vor dem „Todesstoß“ für Großveranstaltungen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In die nächste Runde geht der Disput um die Zukunft des Stadtfestes. Helge Nickel, Chef der Firma „Kreativ und konkret“ (Foto), bekräftigte gestern seine Kritik an einer wenig förderlichen Haltung der Stadtverwaltung dazu und warnte vor einem Ausfall des Festes 2016.

Nickel wörtlich: „Zu große Einschränkungen beim Stadtfest 2015 und gar der Wegfall 2016 würden den buchstäblichen Todesstoß für die Veranstaltung bedeuten. Die Auswirkungen auf Bluesfest, Motorradtreffen, Blues Challenge und Blues Awards möchte ich für diesen Fall noch nicht einmal andenken…“

Der Eutiner Veranstalter-Profi reagierte auf die im OHA publizierte Stellungnahme von Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz. Der hatte eine Genehmigung fürs Stadtfest 2015 angekündigt, dabei aber schon Einschränkungen der Veranstaltungsfläche für möglich und für 2016 klar den Vorrang der Landesgartenschau erklärt. Außerdem hatte er Nickel ermahnt, „vernünftig“ mit der Verwaltung zu reden.

Letzteres empfindet Nickel nach eigenen Worten als „schallende Ohrfeige“. Denn nicht er, sondern die Stadtverwaltung lasse es an klaren Auskünften und dem Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit fehlen. „Ich frage mich, warum der Bürgermeister auf präzise Anträge derart unpräzise antwortet. Die Landesgartenschau soll in anderthalb Jahren an den Start gehen, da sollte es möglich sein, genauere Auskünfte darüber zu geben, welche Baumaßnahmen in welchem Zeitfenster geplant sind und zu versuchen, diese aufeinander abzustimmen. Beim Bluesfest 2015 ist dies überaus wichtig, da bereits jetzt die internationalen Künstler verpflichtet werden müssen. Eine Verlegung oder Beeinträchtigung der Veranstaltungsflächen hat weitreichende finanzielle Konsequenzen“, sieht Nickel die Zukunft seiner Geschäftsplanung behindert.

Als „völlig unverständlich“ bewertete er die Bevorzugung der Landesgartenschau durch den Bürgermeister bei der Veranstaltungsplanung für 2016. Denn im Januar noch sei im Hauptausschuss zwar kein Beschluss, aber doch eine klare Präferenz der Stadtvertreter für die Fortführung der Stadtfest-Tradition auch im LGS-Jahr formuliert worden. Nickel: „Ich denke, dass sich die Politik nicht ohne Grund so deutlich ausgedrückt hat. Wenn Stadtfest und LGS vernünftig aufeinander abgestimmt sind, lassen sich Synergien, insbesondere für die Bewerbung der LGS, erzielen.“

Nicht zutreffend müsse auch des Bürgermeisters Befürchtung vor zu großen Verkehrsproblemen an einem Fest-Wochenende im August 2016 sein. Denn die Stadt plane ja die Ausweisung großer Parkplatzflächen, überdies „könnte man für dieses
Wochenende einen Park and Ride-Verkehr einrichten.“

Unversöhnlich zeigte sich Nickel über die Erteilung von Sondernutzungsgenehmigungen für Flohmarktstände außerhalb seiner Veranstaltungsfläche: „ Dass ich dies nicht als ,Spaß‘ erachte, sollte jedem verständlich sein. Insbesondere mit Hinblick auf die Problematik des Umsonst-Flohmarktes der Feuerwehr und der ständigen Kritik, dass zu wenig Amateure am Großflohmarkt teilnehmen.“ Er sehe keinen Grund, sich für seine „recht ruppige“ Kritik an der Verwaltung zu entschuldigen.

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erstellt am 25.Aug.2014 | 11:08 Uhr

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