Malente : Nicht alle kamen durch

Begutachteten die Leistungen: (von links) Dirk Tschechne, der stellvertretende Ortswehrführer Martin Guttchen und Ralf Thomsen.
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Begutachteten die Leistungen: (von links) Dirk Tschechne, der stellvertretende Ortswehrführer Martin Guttchen und Ralf Thomsen.

21 Jugendwehren aus dem ganzen Land traten in Malente an, um ihr Können zu beweisen. 17 von ihnen erkämpften sich die Leistungsspange.

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20. September 2011, 11:51 Uhr

Ein "Selbstgänger" ist diese Prüfung nicht: 21 Mannschaften aus Ostholstein und den Nachbarkreisen nahmen am Sonntag, auf der Ernst-Rüdiger-Sportanlage, an der Abnahme der Leistungsspange teil. Doch vier Mannschaften blieben auf der Strecke. Sie erfüllten die Anforderungen nicht und können sich nun am 8. Oktober noch einmal den Prüfern stellen.

Für die neunköpfigen Gruppen galt es, fünf Aufgaben zu erfüllen. Im theoretischen Teil prüften die Bewerter in lockeren Gesprächen, ob der Feuerwehr-Nachwuchs sich in der heimischen und der übergeordneten Wehr-Organisation auskennt sowie Fragen zum Allgemeinwissen beantworten kann. Schnelligkeit war beim ersten praktischen Teil gefragt. In maximal 75 Sekunden mussten die Teams 120 Meter Schläuche ordnungsgemäß verlegen und zusammenkoppeln. Bei der zweiten Aufgabe, der Vorbereitung eines Löschangriffs aus dem "offenen Wasser", war höchste Konzentration gefragt. Denn hier begutachteten die Bewerter jeden Handgriff, der exakt nach Vorschrift erfolgen musste. Ausdauer und Sportlichkeit waren beim 1500-Meter-Staffellauf gefragt, der in einer Zeit von höchstens 4:10 Minuten geschafft werden musste. Beim Kugelstoßen musste jedes Team insgesamt 55 Meter erreichen.

In 416 Jugendwehren in Schleswig-Holstein versehen knapp 9600 Kinder und Jugendliche ihren Dienst. Eine Zahl, mit der der Landesjugendwart Dirk Tschechne zufrieden ist: "Die Zahlen halten sich wieder ausgeglichen, so dass wir im Bereich der Jugend nicht von Nachwuchssorgen sprechen. Allerdings bei den Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren ist es problematisch."

Die Leistungsspange ist das höchste Abzeichen bei der Jugendwehr und wird auch als "Gesellenstück der Jugendwehren" bezeichnet. Um an der Abnahme der Prüfung teilnehmen zu können, müssen die Mitglieder der Jugendwehr mindestens ein Jahr angehören und zwischen 15 und 18 Jahre alt sein. Durchschnittlich werden landesweit jährlich fünf Termine für die Abnahme der Leistungsspange angeboten. Die Malenter Wehr richtete die Prüfung bereits zum 9. Mal aus.

"Die Jugendlichen wurden von ihren Ausbildern gut vorbereitet und verdienen die Note gut", kommentierte der Landesjugendwart die Leistungen in Malente. "Die Plätze sind ideal, und die Malenter Aktiven und Jugendlichen waren mal wieder ein verlässlicher Partner", lobte der Kreisbrandmeister Ralf Thomsen die Veranstaltung.

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