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Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 15:26 Uhr

Neustädter Beamte im Frontex-Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Einsatz der Bundespolizei zur Überwachung der griechisch-türkischen Seegrenze geht weiter. Die Bootsbesatzungen retteten mehr als 1800 Migranten aus Seenot

Der Einsatz der Bundespolizei mit zwei Kontroll- und Streifenbooten auf Samos (Griechenland) zur Überwachung der griechisch-türkischen Seegrenze wird bis zum Ende nächsten Jahres verlängert. Rund 30 Beamte der Bundespolizei See aus den Standorten in Neustadt, Cuxhaven und Warnemünde unterstützen die griechische Küstenwache im Rahmen eines Frontex-Einsatzes seit dem 1. März diesen Jahres auf der Ägäis-Insel, um unerlaubte Einreisen und die Schleuserkriminalität zu bekämpfen.

Immer wieder versuchen Migranten, mit seeuntauglichen Schlauchbooten die Überfahrt von der nur rund 1700 Meter entfernten türkischen Küste zur griechischen Insel Samos. Nicht selten drohen die vollbesetzten Boote zu kentern. Bis Ende November retteten die Bootsbesatzungen der Bundespolizei mehr als 1800 Menschen aus Seenot. Zwölf Schleuser nahmen sie bei dem Versuch der Einschleusung mit Motor- oder Segelbooten fest.

„Die Bundespolizei See leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der EU-Außengrenzen“, erklärt Stefan Wendrich, Leiter der Bundespolizei See. „Damit wird sichergestellt, dass alle Migranten, die nach Samos kommen, ein Registrierungsverfahren durchlaufen und die griechischen Behörden über den Aufenthalt entscheiden können.“

Die Personal-Kontingente der Bundespolizei wechseln alle vier Wochen. Alle Teilnehmer werden beim Maritimen Ausbildungs-Trainingszentrum der Bundespolizei in Neustadt vorbereitet. Die auf Samos eingesetzten Kontroll- und Streifenboote der Bundespolizei BP 62 „Uckermark“ und BP 64 „Börde“ sind rund 21 Meter lang und erreichen eine Geschwindigkeit von 23 Knoten.

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erstellt am 19.Dez.2016 | 14:24 Uhr

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