Sportschützenvereine : Neues Recht bedroht Gemeinnützigkeit

Für seinen Vortrag  dankte der Kreisvorsitzende Peter Brand    (r.) dem  ehemaligen NDSB-Vizepräsidenten  Bernd Röding.  Foto: wbo
Für seinen Vortrag dankte der Kreisvorsitzende Peter Brand (r.) dem ehemaligen NDSB-Vizepräsidenten Bernd Röding. Foto: wbo

Schützenvereine müssen ihre Satzungen anpassen. Zudem gab es Kritik am Norddeutschen Schützenbund.

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26. Januar 2011, 10:45 Uhr

Scharbeutz | Wenn die 36 Sportschützenvereine und Gilden in Ostholstein nicht ihre Satzungen prüfen, droht der Verlust ihrer Gemeinnützigkeit. Davor warnte der ehemalige Vize-Präsident und Schatzmeister des Norddeutschen Schützenbundes, Bernd Röding bei der Beiratssitzung, der Zusammenkunft von Vereinsvorsitzenden im Kreisschützenverband.

Neues Recht aus 1999 und vor allem aktuelle Rechtsprechung forderten zum Erhalt der Gemeinnützigkeit in vielen Fällen Anpassungen, erläuterte Röding vor Vertretern aus 14 Vereinen. "Finanzämter und Registergerichte sind oftmals sehr kritisch, und so kann es durchaus zum Verlust der Gemeinnützigkeit kommen. Auch werden öfter als man denkt formelle Fehler bei Wahlen oder Vorstandsanmeldungen gemacht", sagte der Redner.

Ordentlich Dampf ließ der Kreisvorsitzende Peter Brand in Richtung der Führung des Norddeutschen Schützenbundes ab: "Es ist einfach nicht in Ordnung, wenn Anregungen und Beschwerden nicht einmal beantwortet werden." Einladungen zu Vereinsveranstaltungen würden an die Kreisvorsitzenden weitergeleitet, "die Chance des Kennenlernens der Sorgen und Nöte für die neuen Funktionsträger vertan."

Kritik gab es auch am zunächst hochgelobten neuen Computersystem, da es immer noch nicht die notwendige Mitgliederverwaltung ermögliche. Weil die neuen Mitgliedsausweise weiterhin aus Papier seien, wolle man beim nächsten Landesschützentag am 8. Mai in Bad Bramstedt eine Senkung der Abgabe fordern. Schließlich seien Plastikdokumente der Grund für die vor einigen Jahren von den Vereinen verlangten Beitragserhöhung gewesen.

Diese Einschätzung teilte auch der frühere NDSB-Funktionär Bernd Röding, der nach der Entlassung des Geschäftsführers viel Arbeit mit der Aufklärung der Unregelmäßigkeiten hatte: "Der versprochene Neuanfang ist mit messbarem Erfolg für die Vereine in Schleswig-Holstein bisher nicht gelungen."

Hinweise gab Peter Brand zum Thema Schießstättenerlaubnis. "Noch immer glauben einige Clubs, die baurechtliche Genehmigung würde ausreichend sein. Prüfen sie alle, ob sie daneben auch die nach § 27 Waffengesetz erforderliche Betriebserlaubnis haben!"

Peter Brand mahnte Vorschläge für die Vorstandswahlen beim Kreisverbandstag an. Offen blieb ein Name für einen stellvertretenden Kreissportleiter. Eine Vorentscheidung fiel bezogen auf den Kreisschützentag 2012 und das Kreiskönigsschießen: Einziger Bewerber ist bislang der Schützenbund Glasau-Sarau.

Der Kreisschützentag findet am 4. März im Schützenhaus Scharbeutz statt.

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