zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Malente : Neues Löschfahrzeug in Kreuzfeld

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das neue Auto passt gerade noch in die Halle. Nicht nur deshalb hoffen die Aktiven auf einen schnellen Neubau des Gerätehauses.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2016 | 17:00 Uhr

Die Kreuzfelder Wehr hat ihre Schlagkraft deutlich erhöht. Vor wenigen Tagen haben sechs Aktive der Ortswehr ihre neues Löschfahrzeug im Werk im sächsischen Mühlau (bei Chemnitz) abgeholt. Das knapp 300  000 Euro teure Hilfs- und Löschfahrzeug (HLF 10) auf MAN-Fahrgestell und mit Ziegler-Aufbau ist deutlich größer als das bisherige Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W). Heute will die Wehr ihr neues Gefährt bei der Jahresversammlung ab 19.30 Uhr auch der Malenter Kommunalpolitik präsentieren.

Die Ausrüstung des 290 PS starken Fahrzeugs mit 13,6 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht decke sowohl Löscheinsätze als auch technische Hilfeleistungen ab, sagte Ortswehrführer Andree Bendrich. Zur Komplettbeladung samt Tragkraftspritze für den Löschangriff komme eine Komplettbeladung für technische Hilfe samt Rettungsschere und -spreizer. Außerdem ist ein Tank für 2000 Liter Wasser sowie eine fest eingebaute Heckpumpe für einen schnellen Löschangriff an Bord. Die Pumpe ist so leistungsfähig, dass der Tank im Extremfall in einer Minute geleert ist. „Bei einem Innenangriff wird natürlich mit weniger Leistung gearbeitet“, erklärte Bendrich.

Gemeinsam mit den Kreuzfelder Aktiven nahm Gemeindewehrführer Bernd Penter das neue Löschfahrzeug am Mittwoch in Augenschein. „Der Feuerwehrbedarfsplan erfordert die Stationierung dieses Fahrzeug in Kreuzfeld“, erläuterte Penter. Die Ortswehr rücke im Schadensfall auch nach Gremsmühlen mit seinen Kliniken und Hotels einschließlich des ehemaligen „Intermars“ aus. Dies ist aus Sicht der Gemeindewehrführung erforderlich, um die Hilfsfrist sicher einhalten zu können, führt der Weg der Ortswehr Bad Malente-Gremsmühlen doch über die Bahnlinie Kiel - Lübeck.

Die Kreuzfelder Wehr setzt nun darauf, dass der Baubeginn für das geplante neue Gerätehaus noch in diesem Jahr erfolgt. Ein entsprechendes Signal von Politik und Verwaltung erhoffen sich die 36 Aktiven heute Abend bei der Jahresversammlung.

Denn das alte Gerätehaus ist mittlerweile viel zu klein. Steht das neue Auto in der Halle, können sich die Feuerwehrleute nicht mehr umziehen, weil sie nicht mehr an ihre Spinde herankommen. Davon abgesehen passt der 13,6-Tonner nur mit Trick ins Gerätehaus. „Dafür ist der Vorplatz extra angehoben worden, so dass zwischen der Pflasterung und dem Hallenboden kein Knick mehr vorhanden ist, über den das Fahrzeug nach oben wippen könnte“, berichtet Bendrich. „Nach oben sind nur 15 Zentimeter Luft, und links und rechts muss man auf die Spiegel aufpassen.“

Der bisherige, vier Jahre alte 7,5-Tonner hat übrigens noch längst nicht ausgedient. Er soll am Freitag der Sieversdorfer Ortswehr übergeben werden. Das dort stationierte, deutlich kleinere Fahrzeug (TSF) hätte nach dem Fahrzeugkonzept der Gemeinde eigentlich schon 2010 ersetzt werden sollen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen