Neues Leben in alten Mauern

Begutachteten die Vorarbeiten: (v.li.) Wolfgang Germann, Mark Meyer und Carsten Nemitz.
Begutachteten die Vorarbeiten: (v.li.) Wolfgang Germann, Mark Meyer und Carsten Nemitz.

Umbau des ehemaligen Einkaufszentrums „Lübsches Tor“ eingeleitet / Umbenennung in „See-Carrée“

shz.de von
27. Juli 2015, 16:07 Uhr

In das ehemalige Einkaufszentrum „Lübsches Tor“ kommt wieder geschäftiges Treiben. Vor elf Monaten ersteigerten der Unternehmer Carsten Nemitz und der Immobilienmakler Mark Meyer das Gewerbeobjekt beim fünften Termin für 165  000 Euro (der OHA berichtete). Gestern vergaben sie an elf Betriebe, davon 80 Prozent Ortsansässige, die Aufträge für den Umbau.

Wie beim Versteigerungstermin angekündigt, erhält das Objekt einen neuen Namen. Mit der Umbenennung in „See-Carrée“ soll die unendliche und negativ belastete Geschichte um die 1983 erbaute Anlage der Vergangenheit angehören. „Ich finde den Namen schön, weil er zum Gebäude passt“, sagt Carsten Nemitz.

„Von der Lüftung über die Wasserversorgung bis zur Heizung und Leitungen fassen wir alles an, damit wir dem heutigen Baurecht entsprechen und in den kommenden 20 bis 30 Jahren Ruhe haben“, führt er weiter aus. Ab kommender Woche soll die umfangreiche Umbaumaßnahme beginnen, damit die Einzugstermine gehalten werden können. In diesen Tagen wurden im Erdgeschoss bereits die abgehängten Decken abgebaut. „Es ist ein ehrgeiziges Ziel“, weiß Mark Meyer und ist zuversichtlich den Terminplan einhalten zu können.

Die 3000 Quadratmeter seien nahezu alle verpachtet, informieren die Eigentümer. Im Erdgeschoss wird das Arbeitsamt ab 15. Dezember in rund 50 Prozent der Fläche einziehen. Für die zweite Hälfte laufen finale Gespräche mit einem europaweit tätigen Dienstleister zur Anmietung von Büroflächen. Auf zwei Etagen und rund 1000 Quadratmeter erweitert und komplett saniert wird das Fitness-Center, das zurzeit eine Ebene nutzt. Neben Räumen für die Trainingsgeräte wird in einem weiteren Geschoss ein Wellnessbereich gebaut. Neu geplant ist eine Sauna auf dem Dach. Das Untergeschoss, in dem früher einmal ein Supermarkt seine Verkaufsräume hatte, wird zur Tiefgarage mit 22 Stellplätzen umgebaut.

Um den Blick über den Großen Plöner See zu öffnen, werden in allen Geschossen insgesamt 30 neue Fenster eingebaut, informiert Architekt Wolfgang Germann. Damit werde zugleich den Richtlinien für Büroräume entsprochen.

Die Gesamtinvestition, inklusive des Kaufpreises, beziffern Nemitz und Meyer auf rund eine Million Euro. Nach Fertigstellung des Umbaus planen sie sich an der Verschönerung des Schwentineplatzes, der der Stadt Plön gehört, zu beteiligen.



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