Neues Leben für die Schlossterrassen

Die Bühne auf die andere Seite des Saales und einen neuen Anbau mit Gastronomie und Toiletten empfiehlt Ackermann.
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Die Bühne auf die andere Seite des Saales und einen neuen Anbau mit Gastronomie und Toiletten empfiehlt Ackermann.

Planer rät, Bühne und Eingang auf die jeweils andere Saalseite zu verlegen

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07. März 2014, 18:01 Uhr

Für das Haus des Gastes gibt es über kurz oder lang nur eine Option: Abriss. Die Schlossterrassen hingegen könnten zu ganz neuem Leben erweckt werden, und das möglicherweise auch mit erträglichen Kosten und in einem ersten Schritt bis zur Landesgartenschau 2016. Eine Reihe von Ideen hatte Jörn Ackermann von einem Bremer Büro am Donnerstag im Stadtentwicklungsausschuss parat (siehe auch Seite 1).

Bei einer Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen der Liegenschaft fand der Diplom-Ingenieur eine neun Punkte lange Liste von positiven Besonderheiten des Gebäudes: Von der passenden Optik als Teil eines Denkmalensembles über die guten Dimensionen des Saales bis zu Abwesenheit von direkten Nachbarn, die sich an Lärm stören könnten.

Fast drei mal so lang war die Liste der von Ackermann entdeckten Probleme. Die reicht von der Baufälligkeit des flachen Anbaus über den Sanierungsstau bei der Substanz des Kerngebäudes bis hin zu ungünstigen Raumstrukturen oder zu der Tatsache, dass es gleich zwei veraltete Ölheizungen gibt.

Ackermanns Konzept: Die Nutzung im Saalgebäude umdrehen: Den Eingang zum Schlossvorplatz hin schaffen (was den Auszug des Neustettiner Heimatmuseums erfordern würde), die Bühne auf die Seite des Foyers setzen. Der Gebäudeteil Richtung See könnte dann als – bislang fehlender, vom Saal unabhängiger – Bühnenzugang genutzt werden, außerdem als Stuhl- und Kulissenlager, in der Wohnung im Obergeschoss wären Künstlergarderobe und Büro denkbar.

Weiter schlägt Ackermann einen neuen Anbau mit gastronomischen Einrichtungen („Eine Wärm- und Anrichteküche würde reichen“), neue Sanitäranlagen und auch einer kleinen Bühne vor. Weiter empfiehlt der Planer, den großen Saal mit einem Vorhang teilbar zu machen und mit Hilfe von Podesten die Kapazität auf 500 Zuschauersitze zu erhöhen.

Der Ausschuss nahm den Bericht zur Kenntnis. Als nächsten Schritt will das Bauamt ermitteln, welche Kosten mit den Vorschlägen Ackermanns verbunden wären. Bis Sommer sollen Entscheidungen fallen.

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