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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 19:28 Uhr

Neues Holzkreuz am Ehrenmal

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinschaftsaktion der Dorfschaft Neukirchen und des Malenter Bauhofs / Finanzierung aus Mitteln der Kriegsgräberfürsorge

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2017 | 15:41 Uhr

Das neue Kreuz ist schon von weitem zu sehen. Das massive Eichenholz ist noch nicht verwittert, die Farbe daher hell. Gemeinsam haben die Dorfschaft Neukirchen und der Malenter Bauhof dafür gesorgt, dass das Ehrenmal am Neukirchener Friedhof wieder auf eindrucksvolle Weise an die Toten der beiden Weltkrieg erinnert. Das alte Holzkreuz war vor gut einem Jahr vom Wind umgeweht worden, berichtete Dorfvorsteher Gerd Fritzke.

Knapp sieben Meter ragt das neue Kreuz nun in die Höhe. „Das alte Kreuz war sogar noch etwas größer“, sagt der Dorfvorsteher. Aber es sei nicht so einfach gewesen, Eichenbalken in der gewünschten Länge und Stärke zu finden. Den Kauf des Holzes und den Bau den Kreuzes übernahm der Bauhof. Die Materialkosten habe das Bundesinnenministerium übernommen, berichtete Bürgermeisterin Tanja Rönck. Der volle Betrag in Höhe von knapp 1100 Euro sei aus Mitteln der Kriegsgräberfürsorge finanziert worden. Grundlage sei das Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, kurz: Gräbergesetz.

Fritze lobte Gemeinde und Bauhof für ihren Einsatz: „Das war eine tolle Zusammenarbeit.“ Mit dem Kreuz werde nicht nur der Toten der Weltkriege gedacht. „Auch heute gibt es noch genügend Grund, der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken“, findet Fritzke. Deshalb sei er froh, dass das Kreuz wieder stehe.

Rund 2,5 Tonnen wiegt das neue Kreuz, schätzt der Dorfvorsteher. Immerhin sind die Balken 53 mal 33 Zentimeter stark. „Das ist nicht eben mal so aufgestellt.“ Deshalb habe der Grebiner Unternehmer Friedrich Kahl ausgeholfen. Er sei der Dorfschaft verwandschaftlich verbunden und habe aus seinem Montage- und Dienstleistungsfirma einen Teleskoplader samt Mitarbeiter abgestellt. Damit sei das Holzkreuz in wenigen Minuten an seinen Platz gehoben und verankert worden. Anders als das alte Kreuz, das im Betonfundament steckte, ist das neue mit einer massiven, verzinkten Stahlhalterung verschraubt, die im alten Fundament einbetoniert wurde. Dass es so keinen Kontakt mit dem Boden habe, werde sich positiv auf die Haltbarkeit auswirken, glaubt Fritzke.

Das alte Kreuz sei schon einmal umgefallen, damals sei es einfach nachgesteckt worden und habe dann noch 20 Jahre gestanden. „Alle, die wir an der Aufstellung des neuen Kreuzes beteiligt waren, sind uns sicher, dass es uns überleben wird“, sagte Fritzke. 50 Jahre werde es wohl mindestens halten.

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